Das Mondtor von Karola Löwenstein

Gelungener Auftakt eines fantasievollen Dreiteilers

Buchcover Das Mondtor von Karola Löwenstein
Das Mondtor

Inhalt

„Das Mondtor“ ist der Auftakt der Chroniken von Galadon. Wir befinden uns in einer fantastischen Welt, in der die verschiedenartigsten Wesen zu Hause sind: Menschen, Nymphen, Zentauren und Trolle. Besondere Gefahr geht von den Zentauren aus, die das ganze Reich für sich erobern wollen. Inmitten dieser Welt voller Gefahren lebt Nasja. Sie ist eine Nymphe mit besonderen Fähigkeiten. Doch sie wurde dazu erzogen, wie ein Mensch zu leben. Ihre Kräfte wurden daher nicht geschult. Nasja ist dazu bestimmt, den jungen König Nemos von Galadon zu heiraten. Dieses Bündnis soll das Volk der Nymphen vor den wilden Zentauren schützen.
Doch Nemos ist alles andere als begeistert von dieser Verbindung, die ihm vom Vater aufgezwungen wurde. Er hasst die Nymphen und darunter hat auch Nasja zu leiden. Nemos verfolgt ganz eigene Pläne, erkennt dabei aber die Gefahren, die drohen nicht.
Mit Hilfe von Artem, dem obersten Heerführer von Galadon, versucht Nasja das Schlimmste zu verhindern.

Meine Meinung

Die Autorin hat hier eine fantasievolle Welt entwickelt, die sie recht anschaulich zum Leben erweckt. Die verschiedenen Wesen, die einem routinierten Fantasyliebhaber nicht fremd sein dürften, werden in ihrer Art soweit gut präsentiert.
Die Geschichte wird leicht und ansprechend erzählt und man findet sich in dieser fremden Welt schnell zurecht. Das macht das Lesen angenehm und die Seiten fliegen nur so dahin.
Die Nymphe Nasja ist mir auf Anhieb sympathisch und sie durchläuft eine schöne Entwicklung. Ist sie anfangs noch eher brav, zurückhaltend und gehorsam, so entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte zu einer immer stärkeren und selbstbewussteren Persönlichkeit, die bereit ist für ihr eigenes Schicksal und das ihres Volkes zu kämpfen.
Ihr zur Seite steht Artem, der sein Leben für sie geben würde. Aber genauso loyal steht er seinem König gegenüber und hat es daher nicht immer leicht. Denn Nemos ist vollkommen ich-bezogen, benimmt sich herrisch und egozentrisch. Um seine Ziele zu erreichen geht er über Leichen, andere – auch seine Frau – sind ihm dabei völlig gleichgültig.
Auch die zahlreichen Nebencharaktere sind individuell und nachvollziehbar dargestellt.
Die Geschichte an sich ist einigermaßen spannend, wobei sie erst zum Ende hin ein bisschen mehr an Tempo zunimmt. Das Ende schreit dann förmlich nach einer Fortsetzung, die es dann zum Glück auch bereits mit Band 2 „Das goldene Horn“ und Band 3 „Die Diamantbrücke“ bereits gibt.

Fazit

Ich habe das Buch gerne gelesen und mich einige Zeit gut unterhalten gefühlt. Für mich hat es alles, was ein gutes Fantasybuch braucht, ist aber alles in allem sicher noch steigerungsfähig. Ich hoffe, dass dies dann in den beiden Folgebänden gegeben ist. Potential ist jedenfalls reichlich vorhanden.

Bewertung

4 von 5 Büchern

Buch

ISBN: 978-3969668238

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