Büchersucht https://buechersucht.de Ein Buch nach dem anderen – Seite für Seite Sun, 23 Feb 2020 09:47:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.2 Café Hannah – Alles auf Anfang von Ann E. Hacker https://buechersucht.de/2020/02/23/cafe-hannah-alles-auf-anfang-von-ann-e-hacker/ https://buechersucht.de/2020/02/23/cafe-hannah-alles-auf-anfang-von-ann-e-hacker/#respond Sun, 23 Feb 2020 09:47:32 +0000 http://buechersucht.de/?p=841

Ein Café zum Verlieben

Buchcover Café Hannah - Alles auf Anfang von Ann E. Hacker

Café Hannah – Alles auf Anfang

Inhalt

Hannah Jensen wagt kurz vor ihrem 50. Geburtstag einen Neuanfang. Die ehemalige Bankerin will sich nach dem Ende ihrer Beziehung endlich einen lang ersehnten Traum erfüllen und eröffnet in München ein Café.

Die Innenarchitektin Marlene Mannhart hilft ihr dabei, sämtliche Stolpersteine und Hindernisse zu überwinden und wird bald zu einer guten Freundin.

Der Eröffnungstag steht vor der Tür und trotz zahlreicher Bedenken läuft das Geschäft recht gut an und Hannah kann sogar schon bald Hilfe einstellen. Edeltraut Mayerhofer übernimmt das Kuchenbacken und hilft auch sonst gerne aus. Auch Hannahs Nichte Svenja taucht nach einer Trennung unerwartet bei ihr auf und zieht übergangsweise bei ihr ein.

So füllt sich das Café nach und nach mit lieben Menschen, mit mal mehr und mal weniger netten Gästen, grummeligen Nachbarn und weit gereisten Personen. Alle haben ihre eigene Geschichte und stehen oft selbst vor einer großen oder wichtigen Veränderung in ihrem Leben.

Meine Meinung

Dreh- und Angelpunkt ist in diesem Roman, wie der Titel schon sagt, das Café Hannah. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Menschen und erzählen ihre Geschichten. Insgesamt gibt es zehn Kapitel bzw. Episoden. Jede einzelne davon ist einer anderen Person gewidmet und wird aus deren jeweiliger Sicht erzählt. Dabei sind ihre Geschichten mal mehr, mal weniger miteinander verflochten. Vor jedem Kapitel gibt es eine wundervolle Skizze der betreffenden Person. Das hat insofern noch einen ganz besonderen Charme, als dass in der Geschichte ein Maler vorkommt, der u.a. eben genau solche Skizzen anfertigt.

Ich habe mich von Anfang an in diesem zauberhaften Café sehr wohl gefühlt. Hannah ist eine sehr sympathische, tatkräftige Frau, der es auch auf liebevolle Art gelingt, dem ein oder anderen mal den Kopf zurecht zu rücken, Trost zu spenden und unaufdringlich Hilfe anzubieten.

Auch viele der anderen Personen sind in ihrer Art liebenswert, wenngleich auch manchmal etwas eigenwillig. Und natürlich gibt es auch jemanden, der nicht ganz so sympathisch wirkt. Für mich waren es alles Menschen, wie es sie wohl auch im echten Leben gibt.

Der Schreibstil ist dabei leicht und locker in einem sehr charmanten Plauderton gehalten und mit einer guten Prise Humor gewürzt. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt es die ganze Zeit abwechslungsreich und unterhaltsam.

Fazit

Ich habe mich rundum wohl gefühlt im Café Hannah und kann jedem nur einen Besuch dort empfehlen. Ich gehe auf jeden Fall wieder dorthin, denn weitere Episoden warten schon. Ich bin gespannt, wen ich dort alles so (wieder)treffe.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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Das Licht vergangener Tage von Nikoletta Kiss https://buechersucht.de/2020/02/23/das-licht-vergangener-tage-von-nikoletta-kiss/ https://buechersucht.de/2020/02/23/das-licht-vergangener-tage-von-nikoletta-kiss/#respond Sun, 23 Feb 2020 09:26:48 +0000 http://buechersucht.de/?p=836

Beeindruckender Debütroman

Buchcover Das Licht vergangener Tage von Nikoletta Kiss

Das Licht vergangener Tage

Inhalt

Die 40jährige Anna ist Inhaberin einer Kunstgalerie in Berlin. Eines Tages wird ihr ein Gemälde des berühmten ungarischen Malers István Szabó zur Aufbewahrung übergeben. Auf dem Porträt ist Annas Großmutter zu sehen, zu der sie schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hat. Ein verstorbener Universitätsprofessor hat Rebeka u.a. auch dieses Gemälde vermacht. Anna ist neugierig geworden, sucht den Kontakt zu ihrer Großmutter und begibt sich auf Spurensuche. So beginnt eine „Reise“ in die Vergangenheit der Jahre 1949-1956 nach Ungarn.

Meine Meinung

Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen erzählt. Ausgangspunkt ist die Gegenwart im Jahr 2017, als Anna das Porträt ihrer Großmutter erhält. Dieser Teil nimmt allerdings vergleichsweise relativ wenig Raum in der Geschichte ein. Man verfolgt Annas Nachforschungen in Berlin, Wien und Budapest und erfährt dabei einige Details aus ihrem derzeitigen Leben.

Das Hauptaugenmerk des Romans liegt jedoch eindeutig auf der zweiten Erzählebene, auf der Geschichte Rebekas und der des Malers István Szabó.

Rebeka stammt aus gutem Hause und ihr ehrgeiziges Ziel ist es, Schauspielerin zu werden. Dafür ist sie bereit fast alles zu geben. Rebeka ist ein schwieriger Charakter. Anfangs wirkt sie einfach nur egoistisch und rücksichtslos. Doch im Laufe der Zeit blickt man immer mehr in ihr Inneres und nach und nach stellt sich ein gewisses Verständnis für sie ein. Zumindest konnte ich ihr Handeln und Denken nachvollziehen.

István tut mir dabei meistens einfach nur leid. Er liebt Rebeka aufrichtig und ist bereit, alles für seine große Liebe zu tun. Auch in politisch schwierigen Zeiten hält er uneingeschränkt zu ihr und lässt sie nicht im Stich. An so mancher Stelle habe ich gedacht: „Das hat er nicht verdient.“

Besonders gut gefallen hat mir, dass alle Protagonisten ihre Ecken und Kanten haben. Es gibt hier nicht nur gut oder böse bzw. schlecht. Für mich wirken die Figuren dadurch sehr authentisch.

An dieser Stelle möchte ich noch eine Anmerkung machen. Die Geschichte an sich und die auftretenden Personen sind wohl rein fiktiv. Auch der Maler István Szabó existiert so nicht. Allerdings ist er laut Information der Autorin an einen anderen, tatsächlich existierenden ungarischen Maler angelehnt, dessen Namen sie aber bewusst unerwähnt lässt. Auch der Hintergrund der Geschichte ist akribisch und genau recherchiert.

Im Hinblick auf den geschichtlichen bzw. politischen Kontext hätte ich mir im Anhang so etwas wie eine chronologische Zeittafel der Ereignisse in Ungarn gewünscht. Ich selbst kenne mich in der Geschichte Ungarns so gut wie gar nicht aus und hätte solch einen Überblick hilfreich gefunden. Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch auch ohne solch eine Information gut lesen und es gibt keine Verständnisprobleme.

Der Schreibstil der Autorin ist klar und lebendig. Auch wenn er eine gewisse Leichtigkeit hat, geht dabei die Tiefgründigkeit des Inhalts nicht verloren. Das Buch lässt sich dadurch schön flüssig lesen, es bleibt auf seine Art immer spannend und es kommt an keiner Stelle Langeweile auf.

Einzig an die für mich ungewöhnlichen ungarischen Namen von Personen, Straßen und Orten musste ich mich anfangs ein klein wenig gewöhnen. Aber gerade das verleiht dem Buch natürlich zusätzliche Authentizität.

Fazit

Ich habe diesen Debütroman sehr gerne gelesen und mich bestens unterhalten gefühlt. Dabei war er informativ ohne zu überfrachten und liefert Ansatzpunkte, die zum Nachdenken anregen können. Ein Roman, wie ich ihn in jeder Beziehung mag und den ich daher sehr gerne weiter empfehle. Ich freue mich schon jetzt auf ein hoffentlich weiteres Buch von Nikoletta Kiss.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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Bittersüße von Claudia Meimberg https://buechersucht.de/2020/02/23/bittersuesse-von-claudia-meimberg/ https://buechersucht.de/2020/02/23/bittersuesse-von-claudia-meimberg/#respond Sun, 23 Feb 2020 08:55:43 +0000 http://buechersucht.de/?p=831

Zauberhafte Liebesgeschichte mit einem Schuss Humor

Buchcover Bittersüße von Claudia Meimberg

Bittersüße

Inhalt

Floristin Annika wartet sehnsüchtig auf einen Heiratsantrag ihres langjährigen Freundes Ben. Endlich scheint es soweit zu sein, doch alle Hoffnungen der jungen Frau zerplatzen wie eine Seifenblase. Denn Ben macht ihr keinen Antrag, sondern eröffnet ihr völlig unverhofft, dass er eine andere liebt und sich daher von Annika trennen möchte. Annika kann es einfach nicht glauben und ist bereit, um ihre Liebe zu kämpfen. Sie beschließt, Bens Eifersucht zu schüren und beginnt zum Schein eine Beziehung mit dem charmanten und liebenswerten Patrick, der selbst keine feste Bindung eingehen möchte. Ihr Plan scheint aufzugehen. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders als gedacht.

Meine Meinung

Dies ist bereits der dritte Roman der Autorin, den ich sehr gerne gelesen habe. Er unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht ein wenig von seinen Vorgängern. Erstens befindet sich der Schauplatz der Geschichte diesmal in heimischen Gefilden, genauer gesagt in Köln. Und zweitens geht es hier meiner Ansicht nach deutlich romantischer zu und die Handlung ist insgesamt etwas leichter und unbeschwerter. Das zauberhafte Cover passt perfekt dazu.

In der Geschichte begleiten wir Annika 13 Monate lang durch ihr Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Für jeden Monat gibt es ein Kapitel.

Der Schreibstil ist dabei locker, lebendig, flüssig und angenehm zu lesen. Immer wieder gibt es auch Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen. Besonders gut gefallen haben mir die eingeflochtenen Sprüche von Annikas Oma im typisch kölschen Dialekt. Ich habe diese ohne Probleme verstanden. Aber für alle, denen dies vielleicht einige Schwierigkeiten bereitet, gibt es im Anhang eine „Übersetzung“.

Die einzelnen Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, wenngleich nicht alle unbedingt sympathisch daher kommen. Ben mochte ich zum Beispiel von Anfang an gar nicht, er war mir in seiner Art viel zu egoistisch. Annika dagegen ist eine absolut liebenswerte Person, aber manchmal in meinen Augen etwas naiv oder eben einfach blind vor Liebe. Mein absoluter Liebling und Favorit ist Annikas Oma. Sie ist einfach klasse, nimmt kein Blatt vor den Mund und hat das Herz am rechten Fleck.

Die Handlung der Geschichte war größtenteils recht amüsant, allerdings für mich in weiten Teilen auch vorhersehbar. Dafür gibt es in meiner Bewertung einen klitzekleinen Abzug.

Fazit

Erneut hat Claudia Meimberg ein sehr lesenswertes Buch geschrieben, welches mich einige Stunden wunderbar unterhalten hat. Die Liebesgeschichte bietet viel Romantik und Herzschmerz, aber auch eine gute Prise Humor. Es ist damit die perfekte Lektüre, um vom stressigen Alltag abzuschalten.

Bewertung

4,5 von 5 Büchern

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Die Herrin der Lettern von Sophia Langner https://buechersucht.de/2020/01/20/die-herrin-der-lettern-von-sophia-langner/ https://buechersucht.de/2020/01/20/die-herrin-der-lettern-von-sophia-langner/#respond Mon, 20 Jan 2020 17:17:38 +0000 http://buechersucht.de/?p=824

Unterhaltsames, akribisch recherchiertes, absolut lesenswertes Romandebüt

Buchcover Die Herrin der Lettern von Sophia Langner

Die Herrin der Lettern

Inhalt

Dieser großartige historische Roman spielt im Jahr 1554/55 in Tübingen. Hier betreibt Ulrich Morhart erfolgreich die einzige Druckerei Württembergs. Als dieser überraschend im Sterben liegt, vermacht er sein Lebenswerk seiner zweiten Frau Magdalena, sowie seinem Sohn Ulrich aus erster Ehe. Ulrich, der Jüngere ist davon gar nicht begeistert und will seine Stiefmutter aus dem Geschäft drängen. Doch Magdalena gibt so schnell nicht auf, sie kämpft für sich und ihre leiblichen Kinder ums Überleben.

Es ist ein harter Kampf in einer Zeit, in der sich Frauen eher unterordnen sollten. So hat Magdalena immer wieder viele Widrigkeiten zu überwinden. Doch sie ist stark und hat einen eisernen Willen. Als es endlich einen kleinen Lichtstreif am Horizont für sie zu geben scheint, bricht in Tübingen die Pest aus. Wird sie auch diesen Kampf überstehen?

Meine Meinung

Als Buchliebhaberin, besonders auch als begeisterte Leserin von historischen Romanen, hat mich dieses Buch aufgrund des Klappentextes und einer Leseprobe sofort angesprochen. Ich habe also mit großen Erwartungen die Lektüre begonnen und wurde in keiner Weise enttäuscht.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Die Druckerei, Magdalena, ihren Mann und einige andere Protagonisten (hierzu gibt es am Anfang ein hilfreiches Personenregister) hat es tatsächlich gegeben. Beim Lesen merkt man immer wieder, wie hervorragend die Geschichte recherchiert wurde. Es gibt eine Menge interessante Informationen und Einblicke (insbesondere natürlich im Bereich der Druckkunst und allem, was damit zusammenhängt), die quasi wie nebenbei in die Handlung mit eingeflochten wurden. Außerdem werden auch einige politische bzw. kirchliche Aspekte dieser Zeit, der Reformationszeit, thematisiert. Dabei wird man niemals mit zu vielen Fakten auf einmal überfrachtet.

Das Buch lässt sich toll lesen, ist auf seine Art immer spannend und wird an keiner Stelle langatmig. Einzig der Prolog erscheint anfangs vielleicht etwas sperrig. Hier wurden viele wichtige Informationen hinein gepackt, die ein konzentrierteres Lesen erfordern. Das hat aber den Vorteil, dass auf dieses Hintergrundwissen später nicht mehr besonders eingegangen werden muss und eventuell den Lesefluss unterbrechen könnte. Ich fand diese Vorgehensweise der Autorin sehr geschickt. Ein Nachwort zum historischen Hintergrund und ein angehängtes Glossar zum Schluss des Buches runden die Geschichte perfekt ab.

Der Schreibstil ist sehr lebendig und bildhaft, so dass ich mich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen konnte und von allem eine gute Vorstellung hatte. Dabei sind auch die einzelnen Charaktere wunderbar und lebensecht herausgearbeitet, manchmal hatte ich sogar den Eindruck, sie leibhaftig vor mir zu sehen.

Der Roman ist sicherlich in sich abgeschlossen, dennoch bietet das Ende reichlich Potential für eine Fortsetzung. Ich hoffe sehr, dass es eine solche geben wird.

Fazit

„Die Herrin der Lettern“ ist ein großartiger Debütroman, der alles hat was ein spannender und interessanter historischer Roman braucht – einfach ein wundervoller, unterhaltsamer, aber auch informativer Schmöker. Ich habe mich jedenfalls aller bestens unterhalten gefühlt und würde sehr gerne noch mehr über Magdalena, ihre Zeitgenossen und die Druckerei lesen.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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Zeit der Sehnsucht auf Morgan’s Hall von Emilia Flynn https://buechersucht.de/2020/01/20/zeit-der-sehnsucht-auf-morgans-hall-von-emilia-flynn/ https://buechersucht.de/2020/01/20/zeit-der-sehnsucht-auf-morgans-hall-von-emilia-flynn/#respond Mon, 20 Jan 2020 16:58:59 +0000 http://buechersucht.de/?p=819

Spannende, abwechslungsreiche Fortsetzung

Buchcover Zeit der Sehnsucht auf Morgan's Hall von Emilia Flynn

Zeit der Sehnsucht auf Morgan’s Hall

Inhalt

Dieser zweite Teil von Morgan’s Hall schließt nahtlos an den ersten Teil an.

Isabelle ist nach Morgan’s Hall zurückgekehrt. Sie und ihr Mann John sind beide gewillt, ihrer Ehe eine zweite Chance zu geben. Zusammen kämpfen sie um den Erhalt der Apfelplantage und des riesigen Familiensitzes. So manche scheinbar unüberwindbare Hürde ist dabei zu nehmen und immer wieder tauchen drohend Schatten aus der Vergangenheit auf.

Die gemeinsame Tochter Elizabeth wächst derweil zu einer attraktiven jungen Frau heran, die ihren Stiefbruder James innig liebt. Dieser jedoch lebt nur für seine Musik.

Auch der lang ersehnte gemeinsame Sohn und potentielle Erbe des Landguts wird endlich geboren, doch auch hier ergeben sich unerwartete Probleme und Enttäuschungen. Der mühsam errungene Zusammenhalt der Familie droht ein weiteres Mal zu zerbrechen.

Meine Meinung

Auch dieser zweite Teil der Familiensaga ist ein wahrer Pageturner. Es geschieht unglaublich viel und immer wieder gibt es völlig überraschende Wendungen, die häufig genug weitere dramatische Ereignisse nach sich ziehen. Dadurch gestaltet sich das Buch sehr abwechslungs- und temporeich, es wird an keiner Stelle langweilig. Kaum glaubt man, die Zeit zum Durchatmen wäre gekommen, geht es schon direkt mit den nächsten turbulenten Ereignissen weiter.

Allerdings sind dabei auch viele der einzelnen Charaktere in meinen Augen recht wankelmütig. Immer wieder wechseln sie ihr Verhalten, ihre Meinung, ihr Handeln und ihre Denkweise. Sie sind häufig selbst hin und her gerissen. Man kann das alles zwar sehr gut nachvollziehen, aber mir war das an der ein oder anderen Stelle dann doch ein klein wenig zu viel. Ich hätte mir in dieser Hinsicht ab und zu ein klein wenig mehr Stabilität gewünscht. Der Einzige, der scheinbar durch nichts zu erschüttern ist, ist der Indianer Phil, für mich die gute Seele des Landguts.

Positiv aufgefallen ist mir bei dieser Fortsetzung, dass es nicht mehr so viele detailliert beschriebene intime Szenen gibt. Die hatten mich beim ersten Band schon etwas gestört. Hier ist weniger eindeutig mehr. Ich hoffe, das bleibt auch in den weiteren Teilen so.

An dieser Stelle sei auch ausdrücklich erwähnt, dass man unbedingt vor der Lektüre dieses Buches auch den ersten Band gelesen haben sollte, denn sonst ist sicherlich vieles nicht nachvollziehbar und verständlich.

Das Buch endet genau wie der erste Teil mit einem Cliffhanger, d.h. die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen und lässt einen auf den nächsten Band hin fiebern.

Fazit

Zeit der Sehnsucht auf Morgan’s Hall ist eine abwechslungsreiche, spannende Fortsetzung, die man kaum aus der Hand legen kann. Allerdings sollte man unbedingt vorher auch den ersten Teil gelesen haben, sonst ist vieles sicher zu verworren. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und freue mich nun schon auf den dritten Teil, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Bewertung

4,5 von 5 Büchern

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Tod im Theater von Dorothea Stiller https://buechersucht.de/2019/11/03/tod-im-theater-von-dorothea-stiller/ https://buechersucht.de/2019/11/03/tod-im-theater-von-dorothea-stiller/#respond Sun, 03 Nov 2019 17:53:36 +0000 http://buechersucht.de/?p=813

Mord auf der Bühne

E-Book Cover Tod im Theater von Dorothea Stiller

Tod im Theater

Inhalt

Die pensionierte Lehrerin Agnes Munro besucht in Edinburgh eine Theatervorstellung. Einer der Schauspieler ist Iain Stewart, ein ehemaliger Schüler von ihr. Die patente Frau fasst die Gelegenheit beim Schopf und lädt die ganze Theatergruppe zu einem Gastspiel in ihrem beschaulichen Heimatort Tobermory auf der schottischen Insel Isle of Mull ein. Das Ensemble sagt zu und reist schon kurze Zeit später an. Agnes kümmert sich um deren Unterbringung und sorgt sich um das Wohlergehen der Schauspieler.

Die Vorstellung ist rasch ausverkauft und alle freuen sich darauf. Doch der Abend endet schrecklich: Einer der Schauspieler stirbt während der Vorstellung auf der Bühne. Schnell wird klar, dass er vergiftet wurde. Ist der Täter ein Mitglied der Schauspieltruppe? Oder kommt er doch von außerhalb? Es gibt viele Ungereimtheiten, aber kein richtiges Motiv. Schneller als ihr lieb ist steckt Agnes, die sich für die Gruppe verantwortlich fühlt, erneut mitten in den Ermittlungen.

Meine Meinung

Dieser zweite Fall für Hobbyermittlerin Agnes Munro ist ein typisch britischer Cosy-Krimi. Insgesamt geht alles etwas gemächlicher zu und das Hauptaugenmerk liegt eher auf den Protagonisten, als auf dem Kriminalfall an sich. Dabei wirken die Darsteller recht authentisch und ihr Handeln und Denken ist gut nachvollziehbar. Der ein oder andere trägt ein Geheimnis mit sich rum, welches erst nach und nach ans Tageslicht kommt. Das weckt Neugierde und schafft eine ruhige Art Spannung. Es gibt einige Verdächtige und der Leser/die Leserin wird genau wie Agnes und die Polizei immer wieder in die Irre geführt.

Auch wenn es sich hier bereits um den zweiten Fall für die Hobbydetektivin handelt, kann man das Buch gut – so wie ich – auch ohne Kenntnis des ersten Teils lesen. Die Anspielungen auf den Vorgänger haben mich allerdings neugierig darauf gemacht.

Der Schreibstil ist lebendig und lässt sich leicht und flüssig lesen. Besonders gut gefallen hat mir die Einteilung der Kapitel. Passend zur Theaterwelt sind sie in Akte und Szenen gegliedert und jedem der insgesamt 5 Akte ist ein Zitat aus „Hamlet“ vorangestellt, dem Theaterstück, welches die Schauspieltruppe aufführt.

Fazit

Mich hat dieser Wohlfühl-Krimi einige Stunden gut unterhalten und ich freue mich auf einen weiteren Fall für Agnes. Bis dahin werde ich mir die Wartezeit mit dem ersten Band verkürzen.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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Die Farbe des Goldes von Deana Zinßmeister https://buechersucht.de/2019/11/03/die-farbe-des-goldes-von-deana-zinssmeister/ https://buechersucht.de/2019/11/03/die-farbe-des-goldes-von-deana-zinssmeister/#respond Sun, 03 Nov 2019 17:35:06 +0000 http://buechersucht.de/?p=807

Historischer Roman in typischer Art und Weise

Buchcover Die Farbe des Goldes von Deana Zinßmeister

Die Farbe des Goldes

Inhalt

Dieser historische Roman spielt Anfang des 17. Jahrhunderts in Württemberg. Er erzählt uns die Geschichte der jungen Elisabeth. Das Mädchen wächst in einem kleinen Dorf auf. Ihr Leben ist hart. Von den Eltern erfährt sie keine Liebe und auch die Geschwister drangsalieren sie eher. Ihr größter Wunsch ist es daher, diesem tristen Leben zu entkommen.

Eines Tages begegnet ihr ein junger Mann aus besseren Kreisen und sie sieht ihre Chance für gekommen. Sie lässt sich auf ihn ein, doch als die 17jährige unerwartet von ihm schwanger wird, reagiert dieser völlig anders als sie erhofft hat. Sie gerät in eine verzweifelte Lage, aus der es zunächst kein Entkommen zu geben scheint. Doch es gibt jemanden, der es gut mit ihr meint.

Meine Meinung

Ich habe schon sehr viele historische Romane gelesen und „Die Farbe des Goldes“ entspricht dem typischen Muster solcher Romane. Der Handlungsverlauf war für mich daher sehr vorhersehbar und bot keinerlei Überraschungen für mich.

Der Erzählstil ist dabei sehr lebendig und bildhaft. Ich konnte mir Land und Leute, sowie das Leben von damals sehr gut vor Augen führen. Besonders interessant fand ich in diesem gut recherchierten Roman den Aspekt hinsichtlich der Alchemie.

Die einzelnen Figuren, die zum Teil tatsächlich gelebt haben, wirkten auf mich zum größten Teil sehr authentisch. Nur die Hauptperson Elisabeth erschien mir an manchen Stellen doch arg leichtgläubig und naiv.

Insgesamt ist die Geschichte in sich zwar schlüssig und abgeschlossen, dennoch könnte ich mir eine Fortsetzung vorstellen. Am Ende bleiben noch einige Aspekte, die weiter erzählt werden könnten.

Fazit

Das Buch ist gut zu lesen und unterhaltsam. Die Geschichte ist in bewährter Manier aufgebaut, sticht dadurch aber insbesondere für Leser*innen, die häufig zu historischen Romanen greifen, nicht aus der Masse hervor.

Bewertung

3,5 von 5 Büchern

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Worüber wir schweigen von Michaela Kastel https://buechersucht.de/2019/10/17/worueber-wir-schweigen-von-michaela-kastel/ https://buechersucht.de/2019/10/17/worueber-wir-schweigen-von-michaela-kastel/#respond Thu, 17 Oct 2019 06:00:59 +0000 http://buechersucht.de/?p=801

Spannungsreich, dramatisch und tragisch

Buchcover Worüber wir schweigen von Michaela Kastel

Worüber wir schweigen

Inhalt

Vor 12 Jahren hat die inzwischen 30jährige Nina ihren Heimatort Hals über Kopf verlassen und sämtliche Kontakte abgebrochen. Nach dieser langen Zeit kehrt sie nun zurück und jeder fragt sich warum? Sie zieht wieder bei ihrer Mutter ein und besucht alte Schulkameraden von früher. Vor zwölf Jahren ist ein schlimmes Unglück mit tödlichem Ausgang geschehen. Was haben Nina und ihre Freunde damit zu tun?

Meine Meinung

„Worüber wir schweigen“ wird in die Kategorie „Thriller“ eingeordnet. Das trifft es in meinen Augen aber nicht, sondern ich würde das Buch eher als Spannungsroman bezeichnen.

Die Geschichte wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven jeweils in Ich-Form erzählt. Es kommen Nina, ihr Vater Gregor und Tobias, ein Freund von damals zu Wort. Dabei gibt es immer wieder zeitliche Sprünge und Rückblenden, die gut durch entsprechende Überschriften markiert werden.

So erfahren wir aus der jeweiligen Sicht einerseits, was in der Gegenwart geschieht und warum Nina zurückgekehrt ist und andererseits was damals vor 12 Jahren passiert ist. Das ganze Ausmaß des tragischen Geschehens setzt sich dadurch Stück für Stück wie ein Puzzle zusammen. Dabei gibt es immer wieder Wendungen und neue Erkenntnisse und das ein oder andere Puzzlestück muss nochmal ausgetauscht werden.

Dieses Stilmittel hält die ganze Zeit die Spannung aufrecht, da man unbedingt erfahren möchte, was sich tatsächlich ereignet hat und wohin die Geschichte führt.

Dabei erfährt man auch viel über die einzelnen Charaktere und deren Leben, Handeln und Denken. Zum Teil kommt man ihnen dabei recht nah. Allerdings bleibt Nina weitgehend auf Distanz, was aber gerade gut zu ihr passt und sie authentisch wirken lässt. Denn schon als Kind lässt sie kaum jemanden an sich heran, selbst ihre Eltern nicht. Erst ihre Freundin Mel kann ihren Schutzpanzer ein Stück weit durchbrechen und es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, bei der man sich am Ende aber fragen muss, wie weit kann und darf man für einen Freund/eine Freundin gehen?

Zusätzlich für Spannung sorgt, dass sehr bald klar wird, dass Nina mit einer ganz bestimmten Absicht zurückgekommen ist, mit einem Plan, der nichts Gutes verheißt. Nur was sie genau vorhat, erfährt man erst am Ende. Die ganze Zeit über lauert unter der Oberfläche eine latente Gefahr.

In der Geschichte gibt es noch den ein oder anderen weiteren Aspekt, über den ich hier sicher schreiben könnte, wie zum Beispiel die Verhältnisse in Ninas Elternhaus. Aber ich denke, das würde zu viel vorweg nehmen und zu viel verraten. Ich möchte auf keinen Fall die Spannung nehmen.

Fazit

Das Buch bietet spannende Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite und konnte mich richtig fesseln. Dabei gibt es einige Ansatzpunkte, die sicher auch zum Nachdenken anregen. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass typische Thriller-Fans eventuell ein wenig enttäuscht sein könnten, da es sich hier meiner Ansicht nach eher um einen Spannungsroman handelt.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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Küstenfeuer von Stefan Wollschläger https://buechersucht.de/2019/10/14/kuestenfeuer-von-stefan-wollschlaeger/ https://buechersucht.de/2019/10/14/kuestenfeuer-von-stefan-wollschlaeger/#respond Mon, 14 Oct 2019 17:50:02 +0000 http://buechersucht.de/?p=796

Überraschend anders

Buchcover Küstenfeuer von Stefan Wollschläger

Küstenfeuer

Inhalt

Die alleinerziehende Mutter Betje Everts lebt zusammen mit ihrer 11jährigen Tochter Ella in einem kleinen Ort nahe Bensersiel an der Nordseeküste. Betje hat es nicht leicht, aber sie liebt ihre Tochter über alles. Ihre Sorge ist daher groß, als die zuverlässige Ella eines Tages nicht zu Hause ist, als Betje von der Arbeit heimkommt. Schnell wird klar, dass etwas passiert sein muss. Die alarmierte Polizei findet schon bald heraus, dass Ella entführt wurde. Aber warum? Das Motiv liegt völlig im Dunkeln, auch eine Lösegeldforderung geht nicht ein.

Der erfolgreiche, wohlhabende Topmanager Mark Hoffmann führt in Hamburg ein sehr strukturiertes Leben. Doch dieses Leben gerät plötzlich ins Wanken, als er eine Lösegeldforderung für Ella Everts, einem Mädchen, das ihm völlig fremd ist, erhält. Erst hält er das Ganze für einen makabren Scherz, doch rasch wird ihm klar, dass es bitterer Ernst ist. Er beginnt, der Sache nachzugehen und macht dabei eine schier unglaubliche Entdeckung.

Meine Meinung

„Küstenfeuer“ spielt wieder an der Nordseeküste, gehört aber nicht zu der Reihe rund um Diederike Dirks, sondern ist völlig eigenständig und ganz anders.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, die erst nach und nach zusammenführen. Dabei spielt die Ermittlungsarbeit der Polizei eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr erhält man als Leser Einblick in das Leben, die Sorgen und Ängste der beiden Protagonisten Betje und Mark. Als Leser*in ist man von Anfang an sehr neugierig, was die beiden wohl verbindet.

Wenn man sehr aufmerksam liest, verstecken sich im Text winzig kleine Hinweiszipfelchen, die einen beim Lesen aufmerken lassen, sehr neugierig machen und die die Spannung steigern. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man stellt Vermutungen an, die sich jedoch als falsch erweisen. Besonders bei dem smarten Mark erscheint die Oberfläche viel zu glatt und man fragt sich immer wieder, was sich wohl hinter der Fassade verbirgt. Was am Ende tatsächlich dahinter steckt, ist völlig überraschend, überraschend anders und auch ziemlich erschreckend.

Der Schreibstil ist wie gewohnt wieder knapp, sehr prägnant, ohne viele Schnörkel, aber ausreichend bildhaft. Auch wenn das Buch mit knapp über 200 Seiten nicht besonders umfangreich ist, ist es nicht zu kurz. Das Wesentliche wird auf den Punkt gebracht und am Ende bleiben keine Fragen offen.

Auch in die Charaktere konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und ihr Handeln und Denken nachvollziehen.

Fazit

Mich konnte dieser Krimi von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Positiv überrascht hat mich das völlig unerwartete Ende, was das Buch für mich zu etwas Besonderem macht. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher aus der Feder von Stefan Wollschläger.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling https://buechersucht.de/2019/10/14/herbstblueten-und-traubenkuss-von-emilia-schilling/ https://buechersucht.de/2019/10/14/herbstblueten-und-traubenkuss-von-emilia-schilling/#respond Mon, 14 Oct 2019 17:33:00 +0000 http://buechersucht.de/?p=790

Leichter Frauenroman ohne bleibenden Eindruck

Buchcover Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling

Herbstblüten und Traubenkuss

Inhalt

Mona, Ende zwanzig, steht gerade an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie verliert unerwartet ihren Job und ihr Freund beendet die Beziehung. Vorübergehend findet sie Unterschlupf bei der turbulenten, leicht chaotischen Familie ihrer Freundin. Als sie im Rahmen eines Probeauftrags für eine Detektei den attraktiven Oliver kennen lernt, bietet sich ihr die Möglichkeit, ihrem derzeitigen Alltag zumindest für eine Weile zu entfliehen. Denn Oliver bietet ihr übergangsweise einen Job auf dem großelterlichen Weingut am Rande von Wien an. Mona lässt sich darauf ein, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.

Meine Meinung

Aufgefallen ist mir das Buch zunächst durch sein hübsches Cover. Die Autorin Emilia Schilling kannte ich bisher nicht, aber der Klappentext hörte sich interessant und unterhaltsam an. Auch wenn ich keine Weintrinkerin bin, hat mich das Thema rund um Wein und seine Herstellung durchaus neugierig gemacht. Daher habe ich mich bei diesem Buch auf einen kurzweiligen, amüsanten Roman mit einem guten Schuss Romantik und informativen Einblicken gefreut.

Das Buch liest sich auch sehr leicht und locker. Der Schreibstil ist im großen und ganzen einfach und unkompliziert. Hinsichtlich der sporadisch vorkommenden wienerischen Ausdrücke gibt es am Ende ein hilfreiches Glossar. Allerdings gibt es den ein oder anderen kleinen Rechtschreibfehler, sowie auch Logikfehler, die wohl beim Lektorat übersehen wurden.

Wie vorherzusehen war, dreht sich die Geschichte zu einem großen Teil um Wein und allem was dazu gehört, vom Anbau bis zur Verkostung. Für Weinliebhaber und solche, die es werden wollen bietet das sicher interessante Informationen. Außerdem wird in dem Buch viel gekocht (was am Ende noch zu einer schönen Szene führt). Insgesamt nehmen mir diese Beschreibungen aber zu viel Raum ein.

Dahingegen ist die angekündigte Romantik viel zu kurz gekommen und irgendwo auf der Strecke geblieben. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den meisten Protagonisten nicht so richtig warm geworden bin und diese mich emotional kaum berühren konnten. Insbesondere die Hauptperson, Mona, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, konnte mich gar nicht überzeugen. An vielen Stellen wirkte sie völlig unglaubwürdig auf mich. Oft kam sie mir naiv und unselbständig vor. Sie lässt sich in meinen Augen häufig wie ein kleines Kind behandeln und bevormunden, ohne sich dagegen zu wehren.

Einzig Olivers Großmutter Lore konnte ich mit ihrer warmherzigen Art schnell ins Herz schließen. Sie ist für mich die gute Seele des Weinguts.

Fazit

„Herbstblüten und Traubenkuss“ konnte mich nicht ganz überzeugen. Der Roman liest sich leicht und hat gute Ansatzpunkte, die jedoch zu oberflächlich bleiben und keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Ich hatte aufgrund der vielen positiven Stimmen zu den Vorgänger-Romanen deutlich mehr erwartet.

Bewertung

2,5 von 5 Büchern

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