Auszeit bei den Abendrots von Alexandra Holenstein

Ehekrise mit viel Humor

Buchcover Auszeit bei den Abendrots von Alexandra Holenstein

Auszeit bei den Abendrots

Inhalt

Helene Abendrot kann es nicht fassen, erst lässt ihr Mann Josef sie auf dem Weg in den Urlaub einfach ohne ein Wort sitzen und dann offenbart er ihr einfach so per E-Mail, dass er eine Auszeit zum Nachdenken braucht und zieht von zu Hause aus. Und das nach 28 Jahren Ehe. Was Helene zunächst nicht weiß, ist, dass der Grund für Josefs Auszug Nathalie heißt. Nathalie ist attraktiv und jung, so jung, dass sie seine Tochter sein könnte.

Während Josef nun einerseits frisch verliebt auf Wolke 7 schwebt, glaubt er andererseits dabei aber ebenso, dass seine Frau dennoch immer für ihn da ist, wenn er sie gerade braucht. Helene aber geht ihre eigenen Wege und tut Dinge, die sie immer schon mal ausprobieren wollte. Sie besucht einen Malkurs, nimmt an einem Weinseminar teil und Ähnliches. Dabei macht sie auch die ein oder andere Männerbekanntschaft. Das wiederum gefällt Josef so gar nicht…

Meine Meinung

Mit sehr viel Humor und spitzer Zunge zeichnet die Autorin hier das Bild einer langjährigen Ehe, wie sie in ähnlicher Form vermutlich nicht gerade selten ist. Der Sohn ist erwachsen und aus dem Haus, der Mann erfolgreicher, vielbeschäftigter Arzt und Helene ist die treusorgende Hausfrau, die sich um alles kümmert. Dabei ist die Würze ihrer Ehe dem Alltag im Laufe der Jahre zum Opfer gefallen, eine Midlife-Krise ist vorprogrammiert.

Diese amüsante Geschichte wird aus den wechselnden Perspektiven der Eheleute erzählt. Vieles ist hier sicher übertrieben dargestellt und es werden einige Klischees bedient, aber in allem steckt ebenso mehr als nur ein Körnchen Realität. Ich musste häufig schmunzeln beim Lesen und habe oft gedacht: “Typisch Mann, was denkt der nur?“ oder “Was für ein Trottel!“ Aber trotz seines Ausbruchs und seiner Fehler mochte ich Josef irgendwie.

Helene entpuppt sich als toughe Frau, die nicht so schnell klein bei gibt. Sie weist Josef durchaus in seine Schranken und zeigt ihm deutlich, dass es nicht so geht, wie er sich das alles vorgestellt hat. Aber sie ist auch selbstkritisch und bereit, um ihre Ehe zu kämpfen.

Neben diesen beiden Protagonisten treten noch zahlreiche, zum Teil sehr eigenwillige Akteure auf, die für viel Spaß beim Lesen sorgen.

Der Schreibstil ist pointiert und gespickt mit viel Witz, Ironie und satirischen Elementen. Dennoch steckt in dem Ganzen ebenso eine Portion Ernsthaftigkeit, die verhindert, dass die Geschichte ins Alberne abdriftet. Gut gefallen hat mir in dieser Beziehung auch das Ende, bei dem nicht einfach nur (wie man so schön sagt) alles Friede-Freude-Eierkuchen ist.

Fazit

„Auszeit bei den Abendrots“ ist ein sehr unterhaltsamer, amüsanter Roman, bei dem man lachen und schmunzeln kann, der aber durchaus eine ernst zu nehmende Grundlage hat. Ich habe einige schöne Lesestunden erlebt und empfehle das Buch daher gerne weiter.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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