Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Krimi mit viel Lokalkolorit

Buchcover Tote spielen kein Klavier von Kees van Kikkerland

Tote spielen kein Klavier

Inhalt

Der ehemalige deutsche Polizist Willi Hübner lebt und arbeitet nach seinem Ausscheiden bei der Polizei als Privatdetektiv in Amsterdam. Er wohnt dort auf einem Hausboot und hat sich als Detektiv durchaus einen Namen gemacht. So findet auch eine besorgte Mutter den Weg zu ihm. Ihre Tochter Ameli wird vermisst und für tot gehalten. Doch die verzweifelte Frau glaubt nicht daran und bittet den Detektiv, ihr zu helfen. Nach anfänglicher Skepsis verbeißt Hübner sich regelrecht in diesen Fall und will ihn unbedingt aufklären, dabei sticht er aber scheinbar in ein Wespennest und es wird brisant.

Zu allem Überfluss taucht dann auch noch völlig unerwartet sein 18jähriger Sohn Tommy, zu dem er nie Kontakt hatte, bei ihm auf. Ungünstiger kann sein Besuch gerade nicht sein.

Meine Meinung

„Tote spielen kein Klavier“ ist der erste Fall für Privatdetektiv Willi Hübner, dem wir folgen dürfen.
Man lernt den recht kauzigen und eigenwilligen Detektiv ein Stück weit kennen und kann ihn trotz seiner Ecken und Kanten schnell ins Herz schließen. Es tauchen noch einige andere interessante und skurrile Typen auf, die sehr bildhaft dargestellt werden und dem Krimi ein buntes Leben und Treiben einhauchen.

Außerdem merkt man dem Autor seine Liebe zu Amsterdam deutlich an. Genau wie ihre Bewohner, wird die Stadt selbst recht detailliert beschrieben. Das Flair dieser Stadt wird gut transportiert.

Die Geschichte selbst bietet einiges an Spannung, wenngleich mir trotz der vielen Verdächtigen und der zum Teil leicht verworren anmutenden Ermittlungen recht schnell klar war, worauf das Ganze hinaus läuft.

Der Schreibstil ist dabei locker und leicht und es stellt sich schnell ein angenehmer Lesefluss ein. Immer mal wieder sind passend zum Setting niederländische Ausdrücke eingestreut, die aber immer sofort übersetzt werden.

Das Buch ist mit gerade mal 206 Seiten recht kurz (und der Preis mit 13,00 Euro für das Taschenbuch dafür recht hoch) und hätte für mich an der ein oder anderen Stelle gerne etwas ausführlicher sein können.

Fazit

Ich bin dem Detektiv gerne bei seinen Ermittlungen durch Amsterdam gefolgt. Der Fall war wohl auf seine Art spannend, lebt aber eindeutig durch seine gute Portion Lokalkolorit. Ich habe mich insgesamt gut unterhalten gefühlt und wäre auch bei einem weiteren Fall wieder mit dabei.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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