Jene Tage in St. Germain von Annette Hennig

Der erste Teil einer noch nicht abgeschlossenen Geschichte

E-Book Cover Jene Tage in St. Germain von Annette Hennig

Jene Tage in St. Germain

Inhalt

Lara, eine junge Reiseverkehrskauffrau aus Leipzig möchte im Jahr 2013 zusammen mit ihrer Großmutter Marie-Luise eine Reise nach Paris antreten. Doch irritierender Weise will ihre ansonsten reiselustige Oma diesmal aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht mitkommen. Lara vermutet, dass ein lang zurückliegendes Geheimnis dahinter steckt und möchte der Sache auf den Grund gehen. Aber niemand will ihr etwas sagen.

Marie Luise ist einst als junge Frau im Jahr 1955 nach Paris gereist, um dort Inspirationen als Goldschmiedin zu bekommen. Dort begegnet ihr Sébastien. Er übt eine starke Anziehungskraft auf sie aus und sie verliebt sich in ihn. Sie verbringen einige schöne Tage zusammen. Erst kurz vor ihrer Abreise erfährt die junge Frau, dass er nicht frei ist. Wie soll es nun weiter gehen?

Meine Meinung

Das Buch ist in zwei, bzw. drei Erzählstränge – wenn man den Prolog dazu nimmt – aufgeteilt. Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte von Marie-Luise im Jahr 1955 und spätere. Der zweite Erzählstrang, Laras Bestreben hinter das Geheimnis ihrer Großmutter zu kommen, nimmt dagegen eher wenig Raum ein. Ich vermute, dass dieser Aspekt erst im zweiten Teil dieses Romans „Rückkehr nach St. Germain“ mehr zum Tragen kommt.

Im Prolog gibt es dann sozusagen noch einen dritten Erzählstrang, der im weiteren Verlauf dieses ersten Teils jedoch nicht weiter verfolgt wird. Hier erinnert sich der gealterte Jean-Luc im Jahr 2014 an eine junge Deutsche, die ihm einst in Paris begegnet ist. Auch dieser bisher nur angedeutete Erzählstrang wird sich wohl erst im zweiten Teil voll entfalten. Allerdings erfährt man bereits aus Marie-Luises Geschichte, wer Jean-Luc ist.

Insgesamt ist die Geschichte in diesem ersten Buch also nicht zu Ende erzählt. Das macht es daher erforderlich, auch den zweiten Teil zu lesen, wenn man die ganze Geschichte erfahren möchte. Dies sollte einem bewusst sein, wenn man mit der Lektüre beginnt. Die beiden Bücher gehören wohl unmittelbar zusammen und machen einzeln keinen Sinn.

Dieser Aufbau des Romans mit seinen Verschachtelungen macht die Geschichte interessant und spannend, da man als LeserIn gerne die genauen Zusammenhänge erfahren möchte.

Der Schreibstil als solches ist angenehm und lebendig, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Charaktere mit ihren unterschiedlichen Facetten sind ansprechend dargestellt und im Großen und Ganzen in ihrer Art sympathisch. Nur bei Sébastien bin ich mir noch nicht so sicher, was ich von ihm halten soll.

Besonders gefällt mir das Setting in Paris. An so mancher Stelle fühlte ich mich regelrecht in diese pulsierende Metropole hinein versetzt.

Fazit

Dies war das erste Buch von Annette Hennig, welches ich gelesen habe, aber ganz sicher nicht das Letzte.

„Jene Tage in St. Germain“ ist der gelungene Beginn einer abwechslungsreichen Geschichte, die hoffentlich in ihrem zweiten Teil „Rückkehr nach St. Germain“ ihr nicht minder gelungenes Ende findet. Ich freue mich nun jedenfalls auf den zweiten Teil.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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