Lügenmauer von Barbara Bierach

Ruhiger Krimi mit viel irischem Flair

Buchcover Lügenmauer von Barbara Bierach

Lügenmauer

Inhalt

Im irländischen Sligo wird der protestantische Reverend Charles Fitzpatrick, hochrangiges Mitglied der Kirche, erdrosselt aufgefunden. Mit den Ermittlungen zu diesem Mord wird Inspector Emma Vaughan betraut.

Emma ist in den USA aufgewachsen, hat aber irische Wurzeln und lebt und arbeitet seit geraumer Zeit in Sligo. Sie ist geschieden, erzieht ihren 15jährigen Sohn Stevie allein und ist ebenfalls Protestantin. Eine äußerst schwierige Kombination für ihre dickköpfigen, engstirnigen, überwiegend der katholischen Religion verbundenen Landsleute. Sie hat es dadurch nicht gerade leicht, insbesondere auch in Hinblick auf ihren Job als Polizistin.

So stößt sie in dem Mordfall Fitzpatrick regelrecht auf eine Mauer des Schweigens bzw. der Lügen. Keiner will etwas wissen oder sich konkret äußern, zumal der Reverend ein Urgestein dieser irischen Gemeinschaft ist. Ihre Ermittlungen gestalten sich dadurch ziemlich zäh und kommen nicht recht voran. Das Eingreifen der polizeilichen Behörde aus Dublin droht. Doch so schnell gibt Emma nicht klein bei.

Meine Meinung

Dieser eher ruhige Krimi besteht aus drei verschiedenen Erzählsträngen. Im Vordergrund stehen dabei Emma und ihre Recherchen im Jahre 2005.

Der zweite Erzählstrang schildert Ereignisse aus dem Jahr 2004. Catherine ist Altenpflegerin und kümmert sich u.a. um die demente Margaret. Durch Zufall kommt sie einer unfassbaren Geschichte auf die Spur, die sie ganz persönlich betrifft.
Der dritte Teil führt ins Jahr 1965 zurück und lässt den Leser an einem weiteren Verbrechen teilhaben.

Diese drei „Geschichten“ führen sehr schnell zusammen und man bekommt als Leser recht bald eine Ahnung davon, was geschehen ist. Doch das komplette Ausmaß wird erst am Ende mit dem Abschluss von Emmas Ermittlungen klar.

Dieser Krimi ist wie bereits erwähnt eher ruhig und kommt ohne Effekthaschereien und wilde Action-Szenen aus. Er lebt von viel Lokalkolorit und tollen Beschreibungen von Land und Leuten. Man erhält Einblicke in religiöse, aber auch politische Traditionen Irlands.

Emma, die mit vielen Problemen zu kämpfen hat, lernt man sehr gut kennen und kann sich ein klares Bild von ihr machen. Besonders sympathisch dabei ist, dass sie eben auch nur ein „normaler“ Mensch mit Ecken und Kanten ist und bei weitem nicht perfekt.

Fazit

Mir hat der Start dieser neuen Krimi-Reihe gut gefallen. Ich mag diese Art ohne blutige Szenen sehr und freue mich schon auf weitere Fälle mit Emma. Der zweite Fall „Schweigegelübde“ ist übrigens im März 2018 endlich erschienen.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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