Kein Horizont ohne Licht von Michelle Schrenk

Leuchtende Erinnerungen

Buchcover Kein Horizont ohne Licht von Michelle Schrenk

Kein Horizont ohne Licht

Inhalt

Hanna ist am Höhepunkt ihrer Karriere angekommen, für ihre Arbeit wird ihr sogar ein Preis verliehen. Eigentlich müsste sie vollends glücklich sein, wären da nicht die Erinnerungen an Josh, der sie aus ihr nicht nachvollziehbaren Gründen vor vielen Jahren von einem Tag auf den anderen verlassen hat. Und ausgerechnet mit ihm zusammen soll sie eine Reise machen. So ist es der Wunsch von Mo, der für sie, ebenso wie für Josh, so etwas wie ein Vater ist und ihnen in schwierigen Zeiten Halt gegeben hat. Was bezweckt Mo damit? Und kann das gut gehen?

Meine Meinung

In diesem Buch geht es um Erinnerungen, genauer gesagt um positive Erinnerungen, die wie ein Licht am Horizont leuchten und an dunklen Tagen den Weg erhellen und Kraft geben können. Anhand der Geschichte von Hanna und Josh ist es der Autorin auch gelungen, diesen Gedankenansatz gut zu vermitteln und darüber hinaus zu eigenen Reflexionen anzuregen.

Die Geschichte besteht in weiten Teilen aus den Erinnerungen von Hanna. Immer wieder lässt sie die Vergangenheit Revue passieren und auch ihr gegenwärtiges Denken und Handeln dreht sich darum. Und da liegt für mich auch ein kleiner Kritikpunkt. Ich hätte sehr gerne noch deutlich mehr Einblicke in Joshs Gedanken- und Gefühlswelt gehabt und hätte gerne noch mehr von den Erinnerungen, die ihn beschäftigen, erfahren. Die Geschichte ist mir in dieser Hinsicht deutlich zu einseitig geblieben.

Hannas Empfindungen und Gedankengänge sind von daher meistens gut nachvollziehbar und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Josh dagegen wirkt eher unnahbar und distanziert … was aber, wenn man am Ende seine Gründe erfährt, zumindest ein Stück weit verständlich ist.

Mit der Auflösung, warum Mo letztendlich zu dieser Reise gedrängt hat, habe ich so nicht gerechnet. Natürlich spürt man schnell, in welche Richtung es geht und das auch Mo etwas mit sich rumschleppt. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle aber nicht sagen, um nichts vorweg zunehmen. Nur so viel noch, dass auch hier am Ende alles wunderbar zu dem Grundthema passt und dem Roman noch zu einer Prise mehr Tiefgang verhilft.

Die Geschichte ist ganz besonders zum Ende hin sehr emotional. Zwischendurch aber für mein Empfinden auch mal etwas überfrachtet und leicht kitschig. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen.

Der Schreibstil als solches ist eher einfach und schlicht gehalten. Ohne große Schnörkel lässt sich das Buch daher schnell lesen. Auffällig ist dabei die relativ häufige Wiederholung von Wörtern wie „Erinnerung“ und „erinnern“. Natürlich geht es in dem Buch genau darum, aber dennoch hat es mich am Ende ein wenig gestört.

Fazit

Ich habe diese schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte im Großen und Ganzen gerne gelesen und sie konnte mich einige Stunden gut unterhalten. Die Grundidee und besonders das Ende haben mir sehr gut gefallen. Dennoch denke ich, dass hier noch deutlich mehr Potential dringesteckt hätte.

Bewertung

3,5 von 5 Büchern

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