Küstenfeuer von Stefan Wollschläger

Überraschend anders

Buchcover Küstenfeuer von Stefan Wollschläger

Küstenfeuer

Inhalt

Die alleinerziehende Mutter Betje Everts lebt zusammen mit ihrer 11jährigen Tochter Ella in einem kleinen Ort nahe Bensersiel an der Nordseeküste. Betje hat es nicht leicht, aber sie liebt ihre Tochter über alles. Ihre Sorge ist daher groß, als die zuverlässige Ella eines Tages nicht zu Hause ist, als Betje von der Arbeit heimkommt. Schnell wird klar, dass etwas passiert sein muss. Die alarmierte Polizei findet schon bald heraus, dass Ella entführt wurde. Aber warum? Das Motiv liegt völlig im Dunkeln, auch eine Lösegeldforderung geht nicht ein.

Der erfolgreiche, wohlhabende Topmanager Mark Hoffmann führt in Hamburg ein sehr strukturiertes Leben. Doch dieses Leben gerät plötzlich ins Wanken, als er eine Lösegeldforderung für Ella Everts, einem Mädchen, das ihm völlig fremd ist, erhält. Erst hält er das Ganze für einen makabren Scherz, doch rasch wird ihm klar, dass es bitterer Ernst ist. Er beginnt, der Sache nachzugehen und macht dabei eine schier unglaubliche Entdeckung.

Meine Meinung

„Küstenfeuer“ spielt wieder an der Nordseeküste, gehört aber nicht zu der Reihe rund um Diederike Dirks, sondern ist völlig eigenständig und ganz anders.

Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven, die erst nach und nach zusammenführen. Dabei spielt die Ermittlungsarbeit der Polizei eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr erhält man als Leser Einblick in das Leben, die Sorgen und Ängste der beiden Protagonisten Betje und Mark. Als Leser*in ist man von Anfang an sehr neugierig, was die beiden wohl verbindet.

Wenn man sehr aufmerksam liest, verstecken sich im Text winzig kleine Hinweiszipfelchen, die einen beim Lesen aufmerken lassen, sehr neugierig machen und die die Spannung steigern. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man stellt Vermutungen an, die sich jedoch als falsch erweisen. Besonders bei dem smarten Mark erscheint die Oberfläche viel zu glatt und man fragt sich immer wieder, was sich wohl hinter der Fassade verbirgt. Was am Ende tatsächlich dahinter steckt, ist völlig überraschend, überraschend anders und auch ziemlich erschreckend.

Der Schreibstil ist wie gewohnt wieder knapp, sehr prägnant, ohne viele Schnörkel, aber ausreichend bildhaft. Auch wenn das Buch mit knapp über 200 Seiten nicht besonders umfangreich ist, ist es nicht zu kurz. Das Wesentliche wird auf den Punkt gebracht und am Ende bleiben keine Fragen offen.

Auch in die Charaktere konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und ihr Handeln und Denken nachvollziehen.

Fazit

Mich konnte dieser Krimi von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Positiv überrascht hat mich das völlig unerwartete Ende, was das Buch für mich zu etwas Besonderem macht. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bücher aus der Feder von Stefan Wollschläger.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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