Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling

Leichter Frauenroman ohne bleibenden Eindruck

Buchcover Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling

Herbstblüten und Traubenkuss

Inhalt

Mona, Ende zwanzig, steht gerade an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie verliert unerwartet ihren Job und ihr Freund beendet die Beziehung. Vorübergehend findet sie Unterschlupf bei der turbulenten, leicht chaotischen Familie ihrer Freundin. Als sie im Rahmen eines Probeauftrags für eine Detektei den attraktiven Oliver kennen lernt, bietet sich ihr die Möglichkeit, ihrem derzeitigen Alltag zumindest für eine Weile zu entfliehen. Denn Oliver bietet ihr übergangsweise einen Job auf dem großelterlichen Weingut am Rande von Wien an. Mona lässt sich darauf ein, ohne zu wissen, was auf sie zukommt.

Meine Meinung

Aufgefallen ist mir das Buch zunächst durch sein hübsches Cover. Die Autorin Emilia Schilling kannte ich bisher nicht, aber der Klappentext hörte sich interessant und unterhaltsam an. Auch wenn ich keine Weintrinkerin bin, hat mich das Thema rund um Wein und seine Herstellung durchaus neugierig gemacht. Daher habe ich mich bei diesem Buch auf einen kurzweiligen, amüsanten Roman mit einem guten Schuss Romantik und informativen Einblicken gefreut.

Das Buch liest sich auch sehr leicht und locker. Der Schreibstil ist im großen und ganzen einfach und unkompliziert. Hinsichtlich der sporadisch vorkommenden wienerischen Ausdrücke gibt es am Ende ein hilfreiches Glossar. Allerdings gibt es den ein oder anderen kleinen Rechtschreibfehler, sowie auch Logikfehler, die wohl beim Lektorat übersehen wurden.

Wie vorherzusehen war, dreht sich die Geschichte zu einem großen Teil um Wein und allem was dazu gehört, vom Anbau bis zur Verkostung. Für Weinliebhaber und solche, die es werden wollen bietet das sicher interessante Informationen. Außerdem wird in dem Buch viel gekocht (was am Ende noch zu einer schönen Szene führt). Insgesamt nehmen mir diese Beschreibungen aber zu viel Raum ein.

Dahingegen ist die angekündigte Romantik viel zu kurz gekommen und irgendwo auf der Strecke geblieben. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich mit den meisten Protagonisten nicht so richtig warm geworden bin und diese mich emotional kaum berühren konnten. Insbesondere die Hauptperson, Mona, aus deren Sicht der Roman geschrieben ist, konnte mich gar nicht überzeugen. An vielen Stellen wirkte sie völlig unglaubwürdig auf mich. Oft kam sie mir naiv und unselbständig vor. Sie lässt sich in meinen Augen häufig wie ein kleines Kind behandeln und bevormunden, ohne sich dagegen zu wehren.

Einzig Olivers Großmutter Lore konnte ich mit ihrer warmherzigen Art schnell ins Herz schließen. Sie ist für mich die gute Seele des Weinguts.

Fazit

„Herbstblüten und Traubenkuss“ konnte mich nicht ganz überzeugen. Der Roman liest sich leicht und hat gute Ansatzpunkte, die jedoch zu oberflächlich bleiben und keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Ich hatte aufgrund der vielen positiven Stimmen zu den Vorgänger-Romanen deutlich mehr erwartet.

Bewertung

2,5 von 5 Büchern

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