Südsternjahre von Rebecca Maly

Toller Schmöker nicht nur für Australienliebhaber

E-Book Cover Südsternjahre von Rebecca Maly

Südsternjahre

Inhalt

Die 27jährige Engländerin Florence hat einen großen Traum. Sie möchte Wissenschaftlerin werden. Doch Ende des 19. Jahrhunderts ist das ein beinahe aussichtsloses Ansinnen. Als sie den Forscher Ernest Furnish kennenlernt, sieht sie ihre Chance gekommen. Er ist ihr und ihren Ambitionen gegenüber sehr aufgeschlossen. Schließlich gehen die beiden eine Zweckehe ein und begeben sich gemeinsam auf eine Forschungsreise nach Australien. Es entwickelt sich wider Erwarten ein starkes Freundschaftsband zwischen ihnen.

Während ihrer abenteuerlichen Reise lernt Florence nicht nur eine ihr vollkommen fremde Welt und Kultur kennen. Sie entwickelt sich auch zu einer starken und mutigen Frau, wächst immer mehr über sich selbst hinaus und entdeckt völlig neue Seiten an sich. Und auch was die Liebe angeht, macht sie letztendlich eine für sie verblüffende Entdeckung.

Meine Meinung

Der Autorin Rebecca Maly ist mit diesem wunderbaren Australien-Roman wieder ein tolles Buch gelungen. Sie zeichnet darin nicht nur die Entwicklung einer selbstbewussten Frau, die konsequent ihren Weg geht, sondern sie entwickelt auch ein sehr anschauliches, lebendiges Bild Australiens und seiner Ureinwohner in einer Zeit des Umbruchs. Die sogenannten „Weißen“ verdrängen das Urvolk immer mehr. Die Brutalität und Grausamkeiten scheinen dabei keine Grenzen zu kennen. Nur wenige Menschen versuchen überhaupt, die Ureinwohner kennen zu lernen und zu verstehen.

Die Geschichte hat zwei Erzählstränge. Im Hauptteil begleiten wir Florence auf ihrer Reise. In einem zweiten, kleineren Erzählstrang erfahren wir von Jarli, einem Aborigine-Jungen, der in die Fänge der Weißen gerät. Zuerst fragt man sich als Leser/in, wer dieser Junge ist und was er mit dieser Geschichte zu tun hat. Doch recht bald wird klar, welche Rolle er spielt. Letztendlich führen die beiden Erzählstränge dann auch zusammen. Ich fand es großartig, hier auch die Sichtweise eines der betroffenen Ureinwohner zu erleben.

Fazit

Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen und förmlich in mich aufgesaugt. Ich kann es daher nur allen, die diese Art Roman mögen, ans Herz legen. Ich würde mich außerdem über eine Fortsetzung freuen. Potential dafür ist reichlich vorhanden.

Danke an den Verlag für dieses wunderbare Rezensionsexemplar!

Schlussbemerkung

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch noch, der allerdings nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat und sich eher an den Verlag richtet. Daher führe ich ihn hier auch separat auf. Ich verstehe es überhaupt nicht, warum dieses E-Book in fünf Teile aufgeteilt ist und diese einzeln verkauft werden. Kein einziger Teil steht für sich allein, nur zusammen ergeben sie einen Sinn. Sogar die Kapitel werden von Teil 1 bis Teil 5 durchnummeriert. Daher ist für mich eine solche Aufteilung völlig sinnlos. Ich finde es eher verwirrend. Ein komplettes Buch hätte ich daher viel besser gefunden.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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