Winterblüte von Corina Bomann

Typischer Frauenroman vor historischer Kulisse

Buchcover Winterblüte von Corina Bomann

Winterblüte

Inhalt

Die Geschichte spielt im Dezember des Jahres 1902 (im Klappentext steht falscherweise 1900). Familie Baabe, Betreiber eines angesehenen Gästehauses im Kurort Heiligendamm an der Ostsee, bereitet sich auf den Weihnachtsball des Großherzogs vor. Tochter Johanna soll auf Wunsch ihrer Eltern hier ihre Verlobung mit einem der von ihnen ausgesuchten Bewerbern bekanntgeben. Doch Johanna liebt einen anderen. Der junge Mann kommt aber aufgrund einer Familienfehde nicht in Frage. Soll Johanna um ihre Liebe kämpfen? Oder doch lieber dem Wunsch ihrer Eltern nachkommen, um diese nicht vor den Kopf zu stoßen und vermutlich dadurch zu verlieren?
Während dieser Vorbereitungszeit findet der Sohn des Hauses, Christian, eine bewusstlose junge Frau am Strand und bringt sie ins Gästehaus. Dort wird sie ärztlich versorgt. Als sie wieder zu Bewusstsein kommt, kann sie sich jedoch an nichts erinnern. Sie weiß nicht wie sie heißt und auch nicht wo sie herkommt. Christian versucht zusammen mit seinem Vater herauszufinden, wer sie ist und woher sie stammt. Doch scheinbar wird sie von niemandem vermisst. Einziger Hinweis ist ein kleiner Zweig, den die junge Frau fest umklammert hielt.
Alle sorgen sich um sie, Johanna freundet sich mit ihr an und auch Christian entwickelt große Zuneigung zu ihr. Nur Augusta Baabe, die Hausherrin, begegnet ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Sie möchte, dass diese Person so schnell wie möglich wieder das Haus verlässt. Aber warum? Die Fremde ist freundlich, höflich und wohlerzogen. Weder ihr Mann, noch ihre beiden Kinder können das merkwürdige Verhalten von Ehefrau bzw. Mutter nachvollziehen.

Meine Meinung

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, die mir gut gefallen haben. Sie bieten durchweg für einige Stunden gute Unterhaltung und lassen sich flott lesen. Genau das habe ich auch bei diesem neuen Buch erwartet und vorgefunden.
Es ist nach viel bewährtem Muster gestrickt und beinhaltet viele typische Elemente eines Romans dieser Art. Der Sprachstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und angenehm zu lesen. Inhaltlich gibt es leider kaum Überraschungen und es ist bald vorhersehbar, wohin die Geschichte führt. Vielleicht liegt das bei mir auch daran, dass ich schon sehr viele Bücher dieser Art gelesen habe. Einzig die Aufklärung der Herkunft der Gestrandeten bietet ein wenig Spannung und erweckt eine gewisse Neugier. Wobei ich den Schluss schon recht kitschig fand.
Die einzelnen Charaktere waren mir im Großen und Ganzen ein wenig zu oberflächlich und nicht aussagekräftig genug. Es fehlte mir ein bisschen an Tiefgang. Wobei so manche Verhaltensweisen sicher recht typisch für die damalige Zeit sind und insofern wieder gut in die Geschichte passen. Auch größere Emotionen konnten die Protagonisten bei mir nicht auslösen.
Das Cover mit dem Blütenzweig und den goldenen, glitzernden Sprenkeln passt genau wie der Titel perfekt zu diesem Liebesroman vor historischer Kulisse. Auch ohne die Autorin zu kennen, wäre mir dieses Buch sicher ins Auge gefallen und ich hätte es mir bestimmt näher angesehen.

Fazit

Insgesamt war das Buch für mich auf angenehm leichte Art unterhaltsam zu lesen. Inhaltlich sticht es in meinen Augen zwar nicht aus der Masse der Bücher heraus, aber für alle, die diese Art Roman mögen und einfach gerne ein wenig entspannen möchten ist er sicher bestens geeignet. Die Bewertung siedle ich noch so gerade bei 4 Büchern an.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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