Das letzte Bild der Sara de Vos von Dominic Smith

Wie bereits der Titel vermuten lässt, ist der „Hauptakteur“ in diesem Roman ein Bild, genauer gesagt das vermeintlich letzte Gemälde der im 17. Jahrhundert lebenden (fiktiven) Malerin Sara de Vos mit dem Titel „Am Saum eines Waldes“. In drei sich abwechselnden Erzählsträngen, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten spielen, verfolgt man als Leser/in zum einen die Entstehungsgeschichte dieses Bildes, sowie die Herstellung einer Fälschung, als auch die Konsequenzen, die diese für die Beteiligten nach sich zieht. Im 17. Jahrhundert begleiten wir die Künstlerin Sara de Vos ein Stück ihres Weges. Man erfährt einiges aus ihrem damaligen Leben in Holland und lernt sie ein wenig kennen. Dabei kann man ihr u.a. quasi auch beim Malen des besagten Bildes zuschauen.

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Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

Dieser wunderbare Roman ist in drei ganz und gar unterschiedliche Erzählstränge gegliedert.
Er beginnt mit der Geschichte von Tao in ferner Zukunft. Tao lebt im Jahr 2098 in China auf dem Land. Sie ist verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Und sie ist eine von unzähligen Arbeiterinnen, die in mühevoller, strapaziöser Art und Weise Bäume von Hand bestäuben, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Denn Bienen, die diese Aufgabe früher übernommen haben, gibt es schon lange nicht mehr. Für ihren kleinen Sohn wünscht Tao sich jedoch ein besseres, einfacheres Leben. Sie ist beinahe besessen davon, ihm die notwendige Bildung zukommen zu lassen. Doch eines Tages, während eines Ausflugs, leidet der Junge plötzlich unter akuter Atemnot und bricht bewusstlos zusammen. Er wird sofort ins Krankenhaus gebracht, doch die Eltern werden zunächst im Unklaren darüber gelassen, was mit ihm geschehen ist. Sie dürfen ihn nicht sehen, es wird ihnen nicht mitgeteilt, was er hat und schließlich wird er sogar nach Peking verlegt. Tao ist verzweifelt und setzt alles daran herauszufinden, was mit ihrem geliebten Kind geschehen ist. Das, was sie dabei herausfindet, erschüttert sie zutiefst, weckt aber letztendlich zugleich auch große Hoffnungen für die gesamte Menschheit.

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Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

In diesem berührenden kleinen Buch wird die Geschichte von Marguerite und Marcel erzählt.
Die 78jährige Marguerite ist nach dem Tod ihres Mannes nach 55 Jahren Ehe zunächst etwas hilflos und verunsichert. Ihr Leben richtete sich bisher ausnahmslos nach seinen Regeln und Gewohnheiten. Tiefere Emotionen gab es wohl zwischen den Eheleuten nicht, allerdings auch keine nennenswerten Auseinandersetzungen. Also funktioniert die alte Dame zunächst einfach so weiter, wie man es von ihr kennt und erwartet.
Auch Marcel hat nach Jahrzehnte langer Ehe seine große Jugendliebe durch einen Badeunfall verloren. Er vermisst sie schmerzlich und seine Trauer ist groß. Sie waren einfach füreinander bestimmt und er weiß nicht so recht, wie es ohne sie weiter gehen soll.

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Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden

Dieser unterhaltsame Schicksalsroman spielt in zwei unterschiedlichen Zeitebenen im Deutschland des 20.Jahrhunderts.
Im Jahre 1935 haben die beiden unzertrennlichen Freundinnen Johanna und Amelie einen großen Traum. Sie wollen Fliegerinnen werden und in die Fußstapfen ihrer großen Vorbilder, wie z.B. Elly Beinhorn, treten. Beide haben schon den Segelflugschein und wollen nun unbedingt auch noch das Fliegen eines Motorflugzeugs erlernen, um damit irgendwann einmal sogar Geld zu verdienen. Ein fast aussichtslos anmutendes Vorhaben in dieser schwierigen Zeit. Die Nationalsozialisten sind auf dem Vormarsch und Frauen haben nach Meinung der Männer gehorsam zu Hause zu bleiben und sollten sich ausschließlich um Mann, Kinder und Haushalt kümmern. Doch die zwei jungen Frauen erkämpfen sich ihr ersehntes Glück und sind unglaublich stolz, als es ihnen tatsächlich gelingt, einen Ausbildungsplatz als Fliegerinnen zu ergattern. Gemeinsam scheinen sie alles erreichen zu können. Ihre Freundschaft wird jedoch auf die Probe gestellt, als Amelie den Flieger Felix kennenlernt und sich in ihn verliebt. Johanna kann damit nicht umgehen. Sie duldet es nicht, dass sich jemand zwischen sie und Amelie drängt. Amelie muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist. Das Fliegen und ihre Freundschaft zu Johanna oder ihre Liebe zu Felix? Denn beides scheint unvereinbar zu sein. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

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Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod von Gerhard Jäger

Diese sprachgewaltige, beeindruckende Geschichte wird abwechselnd auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen erzählt.
John Miller lebt schon sehr lange in Amerika. Im Jahr 2006, im Alter von 80 Jahren, will er noch einmal in seine Heimat nach Österreich fliegen. Es gibt noch etwas, was er dort dringend erledigen muss. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nachforschungen über den Anfang der 1950er Jahre verschollenen Historiker Max Schreiber anzustellen. Im Landesarchiv von Innsbruck gibt es noch ein Manuskript des Vermissten, das Aufschluss über sein Verschwinden bringen könnte. Warum genau der alte Herr unbedingt auf diese Spurensuche gehen will und was ihn dazu antreibt bleibt zunächst im Dunkeln. Doch dem aufmerksamen Leser werden die winzigen, versteckten Hinweise und Andeutungen sicher nicht entgehen. Dieser Teil der Geschichte ist in Ich-Form aus der Perspektive des betagten Mannes geschrieben, der auch immer wieder seine Erinnerungen an seine bereits vor 12 Jahren verstorbene Frau Revue passieren lässt.

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Die Spionin von Paulo Coelho

Paulo Coelho lässt in diesem Buch die geheimnisumwitterte Mata Hari in einem letzten – fiktiven – Brief selbst zu Wort kommen.
Sie wurde als Margarethe Zelle im August des Jahres 1876 in den Niederlanden geboren und im Jahr 1917 von den Franzosen als Spionin verurteilt. Am 15. Oktober 1917 wurde diese schillernde Persönlichkeit schließlich in Vincennes/Paris hingerichtet. Kurz vor ihrer Hinrichtung ist Mata Hari noch fest davon überzeugt, dass ihrem Gnadengesuch im letzten Moment noch stattgegeben wird. Sie kann nicht glauben, dass alle sie für schuldig halten und sich keiner ihrer zahlreichen Gönner für sie einsetzt. Damit jedoch für den Fall der Fälle die tatsächliche Wahrheit nicht ganz verloren geht, schreibt sie einen langen Brief an ihren Verteidiger, mit der Bitte, diesen zu gegebener Zeit ihrer Tochter zukommen zu lassen.

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Auf Null von Catharina Junk

Im Alter von 20 Jahren erkrankt Nina an Leukämie. Nach einem Jahr Krankenhausaufenthalt wird sie als gesund, aber nicht geheilt entlassen. Eigentlich sollte sie glücklich darüber sein. Aber so richtig froh ist sie nicht, denn sie ist voller Zweifel, hat Angst vor einem Rückfall, traut ihrem Körper nicht. In dieser Situation lernt sie Erik kennen. Doch sie traut sich nicht, sich auf eine Beziehung einzulassen. Es könnte ja sein, dass der Krebs erneut gnadenlos zuschlägt…

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