Unterleuten von Juli Zeh

Unterleuten ist ein kleines (fiktives) Dorf in Brandenburg, nicht weit von Berlin entfernt. Auch zwanzig Jahre nach der Wende tun sich die meisten Dorfbewohner ziemlich schwer mit Änderungen oder gar Neuerungen … selbst eine richtige Kanalisation gibt es hier noch nicht. Allerdings leben hier inzwischen auch die „neu“ Hinzugezogenen, die Städter, die Wessis, die von den alt eingesessenen Bürgern mit äußerster Skepsis und großem Misstrauen beäugt werden. Aber auch zwischen den ursprünglichen Bewohnern herrscht nicht nur Einigkeit. Im Gegenteil, jeder beobachtet jeden und bildet sich nur allzu rasch ein (Vor-)Urteil. Es könnte ja sein, dass man irgendeinen Nutzen aus seinen Beobachtungen bzw. aus seinem Wissen ziehen kann oder, was noch viel schlimmer wäre, dass man selbst ausgenutzt wird. Man ist hier in diesem kleinen Dorf eben immer unter Leuten.

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Der japanische Liebhaber von Isabel Allende

Alma Belasco ist eine sehr wohlhabende, souveräne, unnahbar wirkende ältere Dame, die bereits das neunte Jahrzehnt ihres Lebens erreicht hat. Sie lebt seit einiger Zeit in einer kleinen Wohnung der Seniorenresidenz „Lark House“ im nordkalifornischen Berkeley. Als dort die junge Irina anfängt zu arbeiten, bittet Alma diese, ihr als Assistentin zur Seite zu stehen. Da Irina diesen zusätzlichen Verdienst mehr als nur gut gebrauchen kann, stimmt sie zu.

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Libellenschwestern von Lisa Wingate

Anwältin und Senatoren-Tochter Avery Stafford ist 30 Jahre alt und soll in die Fußstapfen ihres kranken Vaters treten. Zahlreiche offizielle Termine stehen auf ihrem täglichen Programm, so auch der Besuch eines Altenheims. Hier begegnet ihr die offenbar verwirrte, 90jährige May Crandall. Die alte Dame erkennt angeblich ein Armband mit Libellen, welches Avery trägt, wieder und gerät dabei in helle Aufregung. Avery wundert sich sehr darüber, denn das Armband stammt von ihrer Großmutter. Kennen sich die beiden vielleicht? Avery begibt sich auf Spurensuche und wird fündig.

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Leinsee von Anne Reinecke

Karl hat sich mit knapp 30 Jahren unter dem Pseudonym Karl Sund bereits einen Namen als Künstler in Berlin gemacht. Er ist der Sohn des berühmten Künstlerehepaars Ada und August Stiegenhauer. Doch schon in jungen Jahren wurde er von ihnen in ein Internat geschickt und der Kontakt zu ihnen ist immer weiter abgebröckelt. Nun erreicht ihn die Nachricht, dass sein Vater sich umgebracht hat und seine Mutter sterbenskrank ist.

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Wer ist B. Traven? von Torsten Seifert

Im Jahr 1947 erhält der in Amerika lebende Journalist Leon Borenstein den Auftrag, heraus zu finden wer der bekannte Schriftsteller, der sich hinter dem Pseudonym B. Traven verbirgt, wirklich ist. Seine Recherchen führen ihn zunächst nach Mexiko. Hier wird gerade „Der Schatz der Sierra Madre“, ein erfolgreiches Buch des geheimnisvollen Autors, mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle verfilmt. Ebenfalls am Setting aufhalten soll sich Hal Croves, der vermeintliche Sekretär von Traven. Aber Leons Bemühungen, Konkretes zu erfahren, erweisen sich als schwierig. Es gibt zu viele, zum Teil abenteuerliche Gerüchte um den gefragten Autor.

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Raum von Emma Donoghue

Der fünfjährige Jack lebt zusammen mit seiner Ma in einem 12 m² kleinen Raum vollkommen isoliert von der übrigen Welt. Er wurde dort geboren und ist dort aufgewachsen. Er kennt nichts anderes. Dieser Raum ist seine Welt. Seine Ma wurde als 19-jährige seinerzeit entführt und wird seit nunmehr sieben Jahren dort von ihrem Kidnapper „Old Nick“ gefangen gehalten. Mutter und Sohn werden von ihm nur mit dem Allernötigsten versorgt und müssen immer damit rechnen, dass er ihnen dieses Wenige auch noch entzieht. Aber dennoch ist Jack scheinbar auf seine Weise zufrieden und fast schon glücklich – er kennt ja nichts anderes.

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Dann schlaf auch du von Leila Slimani

Myriam und Paul sind stolze Eltern von zwei Kindern und führen in Paris ein glückliches, ausgefülltes Leben. Um ihren jeweiligen Beruf weiter ausüben zu können und ihre Karriere weiter voran zu treiben, engagieren sie die fünfzigjährige Louise als Nanny. Sie scheinen einen wahren Glücksgriff mit ihr getan zu haben. Die Kinder lieben ihre Nanny und Louise macht sich sehr schnell unentbehrlich. Immer mehr steigert sie sich in ihre Rolle hinein und ihre Aufgabe entwickelt sich alsbald zu einer wahren Obsession. Und so schleicht sich unbemerkt das Unglück ins Haus.

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Als wir unsterblich waren von Charlotte Roth

Das Buch beginnt am Tag des Mauerfalls im November 1989. Die junge Studentin Alexandra lebt zu dieser Zeit zusammen mit ihrer Großmutter Paula in Ostberlin. Ihr Leben dort verläuft in geordneten, eher ruhigen Bahnen. Eindringlich und sehr bewegend wird geschildert, wie die junge Frau diesen geschichtsträchtigen Tag erlebt.
Und an ebendiesem Tag begegnet ihr Oliver. Es ist Liebe auf den ersten Blick.
Kurze Zeit später stellt Alexandra den jungen Mann ihrer Großmutter vor. Doch deren Reaktion fällt so ganz anders aus als erwartet. Die alte Dame ist regelrecht schockiert und erleidet einen Zusammenbruch. Alexandra ist äußerst verwirrt und ratlos. Sie versteht das alles nicht. So sucht sie nach Antworten und stellt Fragen, die sie sich bis jetzt nicht getraut hat zu stellen. Nach und nach kommen die Zusammenhänge und ein tragisches Schicksal ans Tageslicht.

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Ein ungezähmtes Leben von Jeannette Walls

In „Ein ungezähmtes Leben“ erzählt die Autorin vom außergewöhnlichen Leben ihrer Großmutter Lily Casey. Eindringlich beschreibt sie in dieser Biografie in Romanform das Schicksal einer starken, eigensinnigen, furchtlosen, abenteuerlustigen und unabhängigen Frau, die 1901 in Amerika im „Wilden Westen“ zur Welt gekommen ist.

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Das Schneemädchen von Eowyn Ivey

Jack und Mabel leben in der einsamen Wildnis Alaskas. Sie haben sich dorthin zurückgezogen, um einen Neuanfang zu wagen und endlich Ruhe zu finden. Insbesondere Mabel kann den Verlust ihres Babys nicht verwinden, der unerfüllte Kinderwunsch belastet sie sehr und sie kann dem Trubel eines städtischen Lebens nicht mehr standhalten.
In der Abgeschiedenheit führen sie ein beschwerliches Leben, besonders die Winter sind extrem hart. Sie haben kaum Kontakt zu anderen Mitmenschen. Einzig zur Familie Benson entwickelt sich mit der Zeit eine aufrichtige Freundschaft.

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