Wie Nebel in der Sonne von Astrid Töpfner

Der Weg ins Glück

Buchcover Wie Nebel in der Sonne von Astrid Töpfner

Wie Nebel in der Sonne

Inhalt

Nach dem Tod ihrer Mutter fasst Susanna den Entschluss, die Urne mit der Asche in Spanien, der Heimat ihrer Mutter, beisetzen zu lassen. Sie will sie persönlich dort hinbringen. Allerdings ist die Familie seit Jahren zerstritten. Susanna weiß nicht warum und hat keine Ahnung, wie ihr Auftauchen dort aufgenommen wird.

Kurz vor ihrer Abreise lernt sie durch Zufall den attraktiven Mark kennen, der ebenfalls nach Spanien möchte. Aus einer Laune heraus bietet Susanna ihm an, gemeinsam zu fahren und Mark, der zunächst einfach nur eine neue Eroberung im Kopf hat, nimmt an. Doch die gemeinsame Reise entwickelt sich völlig anders als gedacht. Ein emotionaler Trip mit Höhen und Tiefen beginnt und lässt beide ihr Leben neu überdenken.

Meine Meinung

Der Roman beginnt eher traurig mit der letzten gemeinsamen Zeit von Susanna mit ihrer Mutter, deren Tod ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Dennoch fällt es ihr schwer, zu trauern und den Schmerz zuzulassen. Erst im Laufe ihrer Reise können wir miterleben, wie sie ganz allmählich wieder zu sich selbst findet. Dies ist mit vielen unterschiedlichen Emotionen verbunden, wie Trauer, Wut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, aber letztendlich auch mit Zuversicht, Freude, Glück, Geborgenheit und Liebe.

Mark ist ihr dabei überraschenderweise eine große Hilfe und Stütze, aber auch er selbst hat mit Schatten aus der Vergangenheit zu kämpfen.

Diese ganze Achterbahnfahrt der Gefühle ist ausgewogen gesteuert. Nach sehr traurigen Momenten kann man auch wieder lachen, sodass die Geschichte für den Leser/die Leserin nie erdrückend rüber kommt.

Die Protagonisten erscheinen mir dabei in ihrem Handeln und Denken sowie mit ihren Gefühlen sehr authentisch. Mal möchte man sie schütteln, damit sie endlich zur Vernunft kommen und dann wieder am liebsten umarmen und trösten.

Die Geschichte als solche hat mir ebenfalls gut gefallen. Sie ist abwechslungsreich und niemals langweilig, die jeweilige Atmosphäre ist nachvollziehbar dargestellt. Es handelt sich vordergründig klar um eine Liebesgeschichte, aber sie beinhaltet viel mehr als das. Die Autorin scheut sich auch nicht davor, sich mit schwierigeren Themen auseinanderzusetzen, die durchaus auch zum Nachdenken anregen. Das macht den Roman zu einem gewissen Grad zu etwas Besonderem.

Es gibt allerdings eine Kleinigkeit, die mich doch ein wenig gestört hat. Das sind in meinen Augen die in der zweiten Hälfte auftauchenden intimen Szenen. Die hat das Buch einfach nicht nötig. Meiner Ansicht nach wäre hier weniger mehr gewesen.

Fazit

Mir hat dieser Debütroman insgesamt richtig gut gefallen und ich habe ihn gerne gelesen. Er ist gefühlvoll und verbindet auf angenehme Art Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.

Bewertung

4,5 von 5 Büchern

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