Gelateria Paradiso von Stefanie Gerstenberger

Facettenreiche Familiengeschichte mit italienischem Flair

Buchcover Gelateria Paradiso von Stefanie Gerstenberger

Gelateria Paradiso

Inhalt

Susanne und Francesca sind Halbschwestern und haben denselben Vater: Luciano Paradiso. Sie kennen sich nicht und wissen auch nichts von der Existenz der jeweils anderen. Erst durch einen Zufall treffen die beiden Frauen aufeinander und müssen erkennen, dass sie gemeinsame Wurzeln haben.

Während Susanne, die bei Adoptiveltern aufgewachsen ist, sich nach dem ersten Schock einfach nur freut, endlich eine Möglichkeit zu haben, etwas über ihre wahre Herkunft herauszufinden, ist Francesca regelrecht entsetzt und reagiert sehr abweisend, fast schon feindlich. Dennoch informiert sie Susanne schließlich darüber, wo ihr gemeinsamer Vater lebt und dass er im Sterben liegt.

Beide machen sich unabhängig voneinander auf den Weg nach Italien und begeben sich auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit.

Meine Meinung

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen begleiten wir die beiden Halbschwestern auf ihrem Weg in der Gegenwart, zum anderen erfahren wir in Rückblicken die Geschichte des italienischen Vaters, der als Gastarbeiter in Deutschland in den 1960er Jahren sein Glück versucht. Beide Erzählebenen sind auf ihre Weise sehr interessant. Der stetige Wechsel der Perspektive steigert die Neugier und gestaltet die Geschichte abwechslungsreich und durchaus auch spannend.

Susanne wünscht man einfach nur, dass sie endlich ihre leibliche Familie kennen lernt. Bei Francesca, die zuerst nur kalt und berechnend wirkt, möchte man die Hintergründe erfahren, warum sie zunächst derart herzlos reagiert.

Die einzelnen Charaktere sind allesamt sehr unterschiedlich. Die einen mag man sofort, die anderen anfangs eher weniger. Das macht das Buch sehr lebendig und facettenreich. Aber eins haben alle Figuren gemeinsam: sie erscheinen alle ausnahmslos absolut authentisch. Ganz besonders ins Herz geschlossen habe ich dabei den geistig zurück gebliebenen Lennart, der Susanne auf ihrer Reise begleitet. Er ist in seiner meist schlichten, sehr ehrlichen und direkten Art einfach nur liebenswert. Er hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht.

Die Geschichte steckt voller Emotionen ganz unterschiedlicher Art, die für mich toll transportiert worden sind, ohne dass sie dabei übertrieben wirken. Man kann mit den Protagonisten mit hoffen, bangen, leiden, lachen und auch lieben.

Das Ende des Buches war für mich perfekt und so in keiner Weise vorhersehbar.

Fazit

„Gelateria Paradiso“ ist eine wundervolle, facettenreiche Familiengeschichte, die mich bestens unterhalten hat. Ich konnte italienisches Flair von damals und heute spüren und ich habe diese Reise sehr gerne gemacht. Es war nicht mein erstes Buch dieser Autorin, aber ganz sicher auch nicht mein letztes.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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