Böses Kind von Martin Krist

Hochspannender Auftakt einer Thriller-Reihe mit einem grandiosen Ermittler-Team

E-Book Cover Boeses Kind von Martin Krist

1. Teil einer Thriller-Reihe

Inhalt

„Böses Kind“ ist der erste Fall für den Berliner Kriminalhauptkommissar Henry Frei und seine Kollegin Louisa Albers.

Zunächst beschäftigt sie der Tod der Ehefrau eines bekannten TV-Pfarrers. Noch während die Ermittlungen zu diesem Fall laufen, werden sie zu einem weiteren makabren Vorfall gerufen. Es wurde ein auf bestialische Art und Weise hingerichteter Hund gefunden. Ein Fall für die Mordkommission? Nur kurze Zeit später wird am selben Ort eine ebenso zugerichtete menschliche Leiche gefunden. Steckt vielleicht ein Ritualmord dahinter?

Die auf Hochtouren laufenden Ermittlungen führen die Kommissare schon bald zu Susanne Pirnatt. Suse ist allein erziehende Mutter von drei Kindern, chaotisch und mit ihrer derzeitigen Lebenssituation vollkommen überfordert. Zu allem Überfluss ist ihre pubertierende Tochter mal wieder abgehauen und verschwunden. Üblicherweise taucht sie aber recht schnell wieder auf, nur diesmal nicht. Schließlich meldet Suse sie als vermisst.

Mehr möchte ich an dieser Stelle vom Inhalt dieses vielschichtigen Thrillers nicht verraten, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Meine Meinung

Der erste Fall für Henry Frei ist mein erstes Buch des Autors Martin Krist, aber sicher nicht mein Letztes. Ich lese nur selten Thriller und gehe normalerweise immer recht zögerlich daran. Aber bei diesem Buch hat mich sehr schnell ein regelrechter Sog erfasst und ich konnte es stellenweise kaum noch aus der Hand legen.

Die Handlung ist von Anfang bis Ende sehr spannend aufgebaut und der Leser/die Leserin wird auf eine nervenaufreibende „Reise“ mitgenommen.

Dabei erscheinen die einzelnen Protagonisten sehr authentisch. Insbesondere die Charaktere der beiden Ermittler sind grandios angelegt. Sie haben so einige Ecken und Kanten, Marotten und kleine Spleens, die sie sehr sympathisch machen … eben richtig menschlich.

Aufgebaut ist das Buch praktisch in drei Erzählstränge, die sich mit ihren jeweiligen Kapiteln immer abwechseln. Zum einen verfolgt man die Ermittlungsarbeit der Kommissare und lernt sie dabei Schritt für Schritt auch privat immer besser kennen. Im zweiten Erzählstrang hat man Einblicke in Suses Leben und teilt ihre Sorgen, Nöte und Ängste. Die dritte Perspektive führt in Form von kurzen Intermezzi an einen dunklen Ort, an dem eine entführte Person gefangen gehalten wird. Als Leser meint man eine Ahnung zu haben, um wen es sich hier handeln könnte.

Auch bei den anderen Zusammenhängen ergeben sich immer wieder Vermutungen, doch es gibt einige überraschende Wendungen und wirklich erst am Ende kommt Licht ins Dunkel. So bleibt die Geschichte bis zum Schluss hochspannend.

Zusätzlich hat der Autor noch sehr geschickt eine weitere Geschichte in das Geschehen eingebaut, die sich vermutlich wie ein roter Faden durch weitere Fälle des Kommissars ziehen wird. Es geht dabei um ein Ereignis aus seiner Vergangenheit, welches noch aufgearbeitet werden muss. Natürlich möchte man wissen, was dahinter steckt und das macht neugierig auf die Fortsetzung.

Der Sprachstil selbst ist sehr klar und pointiert, ohne viele Schnörkel, aber zuweilen auch recht schonungslos. Ich selbst habe immer Probleme damit, wenn es allzu blutig zugeht und es in dieser Beziehung detaillierte Beschreibungen gibt. Auch in diesem Buch gibt es für mich grenzwertige Stellen, aber zum Glück sind sie recht kurz und kommen nicht allzu häufig vor, sodass ich gut über sie hinweglesen konnte.

Fazit

Ich habe diesen hochspannenden, recht komplex angelegten Thriller überraschenderweise sehr gerne gelesen und kann ihn allen Thriller-Fans und allen, die es vielleicht noch werden wollen sehr empfehlen. Das Buch ist ein wahrer Pageturner! Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Fall für Henry Frei „Stille Schwester“ der im Mai 2018 erscheinen soll.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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