Drachenreiter – Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke

Ben und sein Silberdrache Lung sind wieder da

Buchcover Drachenreiter Die Feder eines Greifs von Cornelia Funke

Drachenreiter

Inhalt

Nach seinem ersten Abenteuer mit dem Silberdrachen Lung lebt der junge Drachenreiter Ben nun bereits seit zwei Jahren bei seiner Adoptiv-Familie, den Wiesengrunds, in Norwegen. Dort betreiben sie in aller Abgeschiedenheit eine Auffangstation für bedrohte und gefährdete Fabelwesen aller Art.

Lung hingegen hält sich üblicherweise am „Saum des Himmels“ bei den anderen Drachen auf. Insbesondere in der letzten Zeit, da Nachwuchs erwartet wird. Ben vermisst seinen Drachen immer sehr wenn er nicht bei ihm ist und freut sich umso mehr über jeden Besuch von ihm.

Lung ist gerade bei ihm, als die Wiesengrunds eine schlimme Nachricht erreicht und für große Aufregung sorgt. Die Eier des letzten überlebenden Pegasus, einem geflügelten Pferd, sind in Gefahr. Fieberhaft suchen sie nach einer Lösung, wie die Fohlen doch noch gerettet werden können. Einzig und allein die Sonnenfeder eines Greifs kann scheinbar helfen. Doch Greife sind überaus gefährliche und unberechenbare Wesen und ihr Hass auf Drachen ist schier unendlich groß. Außerdem gibt es von ihnen nur noch wenige Exemplare und niemand scheint so genau zu wissen, wo sie sich aufhalten. Es gibt kaum Anhaltspunkte, wo man nach ihnen suchen könnte.

Für Ben und seine Familie ist jedoch trotz aller Hindernisse und Gefahr ganz klar, sie müssen einfach versuchen zu helfen, aber möglichst ohne auch noch Lung in Gefahr zu bringen. Können sie ihre Mission vor dem Drachen verheimlichen? Denn die Bindung zwischen ihm und seinem Reiter ist außerordentlich eng. Auch bleibt ihnen nur noch sehr wenig Zeit…

Meine Meinung

Vor bereits neunzehn Jahren hat Cornelia Funke den Silberdrachen Lung und seinen Drachenreiter Ben zum Leben erweckt. Nun gibt es mit „Drachenreiter- Die Feder eines Greifs “ endlich ein neues Abenteuer der zwei so unterschiedlichen Freunde.

Seinerzeit habe ich den ersten Teil zusammen mit meiner Tochter gelesen. Er hatte mir gut gefallen und meine damals noch kleine Tochter war regelrecht begeistert. Obwohl ich nach so vielen Jahren nicht mehr jede Einzelheit genau im Kopf hatte, habe ich mich gefreut, dass es eine Fortsetzung gibt. Ich habe auch schnell wieder in die Geschichte hineingefunden. Man kann das neue Buch sicher auch ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen, aber ich denke, man hat noch mehr davon, wenn man den ersten Teil auch gelesen hat.

Es war schön, wieder auf alte Bekannte zu treffen, aber auch viele neue Begegnungen gestalten das Buch abwechslungsreich. Die Geschichte ist gewohnt bildhaft und lebendig erzählt und sie versprüht ein regelrechtes Feuerwerk an fantastischen Wesen.

Letzteres ist für mich allerdings auch eine kleine Schwäche des Buches. Es kommen meines Erachtens einfach zu viele unterschiedliche Kreaturen vor. Einige davon treten zwar nur sehr kurz in Erscheinung, aber ich denke, man hätte auf das ein oder andere (Fabel-)Tier verzichten können. Es gibt zwar zum Schluss ein entsprechendes Register, das ganze 12 Seiten beinhaltet, aber insbesondere die Leser des empfohlenen Alters von 10-12 Jahren könnten mit dieser Überflutung ein wenig überfordert sein.

Die insgesamt 49 meist eher kurzen Kapitel werden jeweils mit einem Zitat aus einem anderen Buch eingeleitet. Mir persönlich hat das gut gefallen, zumal ich die meisten der angesprochenen Werke kenne. Da es sich hierbei jedoch nicht ausschließlich um Textstellen aus Kinder- bzw. Jugendbüchern handelt, könnte ich mir vorstellen, dass die junge Leserschaft nicht unbedingt immer etwas damit anfangen kann. (Im ersten Band gibt es solche Zitate übrigens nicht.)

Das Buch selbst ist mit zahlreichen, ansprechenden Zeichnungen der Autorin illustriert. Diesmal sind es auch noch deutlich mehr, als im ersten Teil. Das lockert das Buch schön auf.

Auch das bunte Cover dürfte für das angesprochene Lesealter recht attraktiv sein. Mir persönlich hat das eher etwas reduziertere, schlichtere Cover des ersten Bandes in der Ausgabe von 1997 jedoch deutlich besser gefallen.

Fazit

Insgesamt hat mir die Lektüre auch als schon ältere Erwachsene Freude bereitet und die Geschichte dürfte so manches junges oder jung gebliebenes Leserherz erfreuen. Vielleicht gibt es ja irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft noch weitere Abenteuer für Ben, Lung und deren Freunde zu bestehen. Ich wäre auf jeden Fall wieder mit dabei.

Bewertung

4 von 5 Büchern

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