Auf Null von Catharina Junk

Zum Lachen und zum Weinen – Einfach grandios

Buchcover Auf Null von Catharina Junk mit Lesezeichen

Nina (20) erkankt an Leukämie

Inhalt

Im Alter von 20 Jahren erkrankt Nina an Leukämie. Nach einem Jahr Krankenhausaufenthalt wird sie als gesund, aber nicht geheilt entlassen. Eigentlich sollte sie glücklich darüber sein. Aber so richtig froh ist sie nicht, denn sie ist voller Zweifel, hat Angst vor einem Rückfall, traut ihrem Körper nicht. In dieser Situation lernt sie Erik kennen. Doch sie traut sich nicht, sich auf eine Beziehung einzulassen. Es könnte ja sein, dass der Krebs erneut gnadenlos zuschlägt…

Meine Meinung

Als ich in der Inhaltsangabe zu diesem Buch gelesen habe, dass hier das Thema Krebs im Vordergrund steht, war ich mir zunächst überhaupt nicht sicher, ob ich mich auf solch eine ernste und vermutlich eher bedrückende und traurige Geschichte einlassen kann und möchte. Aber schließlich habe ich mich doch an die Lektüre herangewagt. Irgendwie war ich neugierig. Zum Glück !!!

Die Autorin hat ihre ganz eigene Art mit diesem sicherlich schwierigen Thema umzugehen. Natürlich ist es traurig, ergreifend, berührend und auch erschreckend authentisch. Aber es steckt auch voller Humor und zeigt, dass es sich eben doch lohnen kann, zu kämpfen. Es macht Mut und steckt voller Hoffnung.

Die Geschichte wird in einem sehr ansprechenden und gut lesbaren Schreibstil erzählt. Dabei gibt es zwei Zeitebenen. Beide werden von Nina selbst in der Ich-Form erzählt. Zum einen erlebt man sie in der Gegenwart nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Sicher, sie ist erleichtert, dem Tod nochmal von der Schippe gesprungen zu sein, dennoch ist sie unsicher, macht sich große Sorgen und misstraut ihrem Körper. Gleichzeitig möchte sie aber auch ihren Freunden und insbesondere ihrer Familie jedweden weiteren Kummer ersparen und versucht, ihre wahren Gefühle zu verbergen.

In der zweiten Ebene schildert Nina rückblickend ihre schwere Zeit im Krankenhaus, von der Diagnose bis zur Entlassung. Der Leser/ die Leserin begleitet sie hier durch all ihre Stationen geprägt von Fassungslosigkeit und Mutlosigkeit, aber auch von Hoffnung und Kampfwillen. Man erfährt einiges über die Krankheit selbst, die Behandlungsmethoden und deren Konsequenzen. Bei all dem steht ihr ihre Freundin Bahar beinahe bis zur Selbstaufgabe bei, bis gerade dieses Verhalten zu einem scheinbar unüberbrückbaren Streit zwischen den beiden führt.

In beiden Zeitebenen lässt uns Nina ebenso daran teilhaben, wie ihre Mitmenschen reagieren und mit der Situation umgehen. So grundverschieden die Reaktionen zwar ausfallen, kann man aber dennoch alle gut nachvollziehen und verstehen.

Ich könnte noch viel mehr zu diesem tollen, außergewöhnlichen Buch schreiben, so beeindruckt bin ich von dieser Geschichte. Doch das würde vermutlich zu viel vorwegnehmen und außerdem wohl den Rahmen hier sprengen.

Fazit

Ich kann daher nur jedem empfehlen, sich auf diese wundervolle Geschichte einzulassen und es selbst zu lesen. Es lohnt sich! Für mich ist es definitiv eines meiner Lese-Highlights in diesem Jahr und es wird noch sehr, sehr lange in mir nachklingen.

Bewertung

5 von 5 Büchern

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